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Medien-Meinungsmanipulation


Ein Leserbrief wie er geschickt wurde und was davon übrig blieb!

Sofern die höhere Tabaksteuer den ein oder anderen Süchtigen dazu bewegt seinem Leiden ade zu sagen mag das ja noch vernünftig sein.Völlig unvernünftig ist dagegen die Tatsache, daß mit dem Griff in die Tasche des Rauchers wirtschaftlich genau das Gegenteil von dem bewirkt wird was man erreichen will: Geld in die Kassen bringen. Die sieben oder acht Milliarden Euro, die man sich mehr erhofft werden umgehend an Kaufkraft vom Markt gezogen zu Lasten des übrigen Konsums. Da überwiegend die Menschen vom Nikotin abhängig sind, die sowieso nicht im Überfluss leben - wie die 10% der Bundesbürger, die über 50% des Geldes haben - wird die ganze Kaufkraftreduzierung zu Lasten der Betriebe verschwinden, die genau von dieser Kaufkraft ihr Überleben sicherten. Die Folge werden weitere Geschäftsaufgaben, weitere Arbeitslose, höhere Kosten für den Staat usw. sein. Es ist schon fast rührend, wie hilflos die Politik an dem wirklichen Problem unserer wirtschaftliche Situation vorbeidiskutiert und entscheidet. Die voran erwähnten 10% der Bundesbürger werden vermutlich vor Freude in die Hände klatschen ob der Unbedarftheit, in der die Politik dem wirtschaftszertörenden Geldsystem die Stange hält. "Man kann nicht an etwas festhalten, was längst passé ist," meint Gerhard Schröder und tut genau das.

Warum sind unsere Kassen leer? Das Sozialprodukt ist von 1991 bis 2001 um 37% gewachsen, die Steuereinnahmen um 42%, trotzdem reicht das Geld nicht. Denn in den gleichen zehn Jahren haben sich die Geldvermögen (und zwangsläufig die Verschuldung) verdoppelt! Damit stiegen auch die Zinslasten von 201 auf 382 Milliarden Euro. Geld, das dem Markt fehlt und auf einem hemmungslosen, globalen Kaptalmarkt seine Rendite sucht, ohne wirtschaftliche Wirkung zu zeigen. Warum stellt keiner der Politiker die Frage nach dem zweitgrößten Haushaltstitel der Bundesregierung, dem Schuldendienst? Mit dem Geld lassen sich alle Probleme schnell beseitigen. Wer sind denn die eigentlichen Übeltäter in unserer Gesellschaft? Diejenigen die den Kreidslauf der Wirtschaft stören oder die, die sich dagegen wehren, dafür auch noch bezahlen zu müssen. Wenn dieser Hilflosigkeit nicht bald durch mutige Entscheidungen etwas Wirkungsvolles entgegen gesetzt wird, wiederholt sich die Geschichte wie 1928. Mit dem feinen Unterschied, daß damals die Arbeitslosen in langen Schlangen, für alle sichtbar vor den Ämtern standen um sich ihr Geld abzuholen. Den Makel hat man elektronisch gut im Griff. Die Systematik die dazu führte ist die gleiche geblieben.

Michael Musil

Auf der gleichen Seite fand man auch diese Karrikatur:

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