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Ute Anacker schrieb am 12.11.200217:52:06
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(Möglichkeit
zur Eintragung in diese LIste unten)
>Nichts ist böse, außer das
Denken macht es dazu.
Christiane: ... und Hitler?
Ute: Du hast nach Hitler gefragt. Die
Hitler-Erfahrung wurde als ein Resultat des
Gruppenbewusstseins möglich. Viele Leute sagen
gerne, dass Hitler eine Gruppe manipulierte
&endash; in diesem Fall seine Landsleute -, und
zwar durch seine gerissene und meisterhafte
Rhetorik. Aber das bürdet bequemerweise alle
Schuld Hitler auf &endash; und genau dort will sie
die Masse der Menschen auch haben. Hitler konnte
jedoch nichts ohne die Kooperation und
Unterstützung und die bereitwillige
Unterwerfung von Millionen von Menschen tun. Die
Untergruppe, die sich selbst Deutsche nennt, muss
eine enorme Last der Verantwortung für das
Holocaust auf sich nehmen. Und das muss bis zu
einem gewissen Grad auch die größere
Gruppe namens Menschen tun, die, wenn schon nichts
anderes, sich erlaubte, gegenüber dem Leiden
in Deutschland gleichgültig und apathisch zu
bleiben, bis es ein so enormes Ausmaß annahm,
dass selbst die kaltherzigste Isolationisten es
nicht länger ignorieren konnten. Du sieht, es
war das kollektive Bewusstsein, das den fruchtbaren
Boden für die Ausbreitung der Nazibewegung
bereitete. Hitler ergriff die Gelegenheit, aber er
hat sie nicht geschaffen.
Es ist wichtig, dass hier die Lektion verstanden
wird. Ein Gruppenbewusstsein, das ständig von
Trennung und Überlegenheit spricht, bewirkt
einen massiven Schwund an Mitgefühl, und dem
Schwund an Mitgefühl folgt unweigerlich ein
Gewissensschwund.
Eine in striktem Nationalismus verwurzelte,
kollektiv getragene Anschauung und Absicht
ignoriert das Los anderer, macht jedoch jeden
anderen für dein Los verantwortlich und
Rechtfertigt so Vergeltung, Berichtigung" und
Krieg. Auschwitz war die Nazi-Lösung des
Judenproblems" &endash;ihr Versuch zur
Berichtigung".
Der Horror der Hitler-Erfahrung bestand nicht
darin, dass er dieses Verbrechen an die Menschheit
beging, sondern dass die Menschheit es ihm
gestattete.
Das erstaunliche ist nicht nur, dass ein Hitler
daherkam, sondern auch, dass so viele andere
mitmachten.
Die Schande ist nicht nur, dass Hitler Millionen
Juden umbrachte, sondern auch, das Millionen Juden
umgebracht werden mussten, bevor Hitler gestoppt
wurde.
Der Zweck der Hitler-Erfahrung bestand darin,
die Menschheit sich selbst vorzuführen.
Im laufe der Geschichte hatten wir
bemerkenswerte Lehrer, die uns alle
außergewöhnliche Gelegenheiten boten,
uns daran zu erinnern, wer-wir-wirklich-sind. Diese
Lehrer haben uns das Höchste und Niedrigste an
menschlichem Potenzial aufgezeigt.
Sie haben lebendig, atemberaubende Beispiele
vorgeführt, was es bedeuten kann, ein Mensch
zu sein &endash; wohin der Mensch es mit dieser
Menschseinserfahrung bringen kann, wohin wir alle
angesichts unseres Bewusstseins es bringen
können und werden.
Woran es sich zu erinnern gilt, ist dies:
Bewusstsein ist machtvoll und produziert Ergebnisse
von unbeschreiblicher Schönheit oder
Hässlichkeit. Es ist immer deine Wahl. Wenn du
nicht mit dem Bewusstsein deiner Gruppe
einverstanden bist, dann trachte danach, es zu
verändern.
Und am besten kannst du das Bewusstsein anderer
durch dein Beispiel verändern.
Wenn dein Beispiel nicht ausreicht, bilde deine
eigene Gruppe &endash; sei du die Quelle des
Bewusstseins, das andere deinem Wunsch nach
erfahren sollen. Sie werden es tun &endash; wenn du
es tust.
Alles beginnt mit dir. Alles. Alle Dinge.
Du möchtest, dass sich die Welt
ändert? Ändere die Dinge in deiner
eigenen Welt.
Hitler gab uns eine goldene Gelegenheit, das zu
tun. Die Hitler-Erfahrung ist &endash; wie die
Christus-Erfahrung &endash; tiefgründig in
ihren Implikationen und in den Wahrheiten, die sie
uns über uns enthüllt. Doch diese
größeren Bewusstheiten leben &endash; im
Fall von Hitler oder Buddha, Dschingis Khan oder
Hare Krishna, Attila dem Hunnenkönig oder
Jesus Christus &endash; nur so lange, wie unsere
Erinnerung an sie lebendig sind.
Deshalb errichten die Juden
Gedächtnisstätten an den Holocaust und
bitten uns, ihn nie zu vergessen. Denn in uns alle
steckt ein bisschen was von Hitler &endash; es ist
nur eine Sache des Ausmaßes.
Das Auslöschen eines Volkes ist das
Auslöschens eines Volkes, ob in Auschwitz oder
Wouned Knee.
Hitler wurde von uns erschaffen. Er erstand aus
unserem Kollektivbewusstsein und hätte ohne es
nicht existieren können. Das ist die
Lektion.
Das Bewusstsein von Trennung, Absonderung,
Spaltung, Überlegenheit &endash; von
»wir« gegen »sie «, von
»uns« und »denen« - ist es, was
die Hitler-Erfahrung erschaffte.
Das Bewusstsein von Einheit, von Einssein, von
»uns« statt »dein/mein« ist es,
was die Christus-Erfahrung erschafft.
Wenn der Schmerz der »unsere« ist,
nicht nur der »deine«, wenn die ganze
Lebenserfahrung die unsere ist, dann ist sie
schließlich wirklich das &endash; eine
ganzheitliche Lebenserfahrung.
Ich behaupte, dass Hitler im Himmel ist, weil
Hitler nichts »Falsches« getan hat.
Hitler hat einfach getan, was er tat. Ich
möchte euch noch einmal daran erinnern, das
Millionen viele Jahre lang dachten, er täte
das »Richtige«. Wie konnte er selbst da
etwas anderes glauben?
Wenn du eine wahnwitzige Idee ausbreitest und
zehn Millionen Menschen dir zustimmen, hältst
du dich dann vielleicht gar nicht für so
wahnwitzig.
Die Welt hat schließlich entschieden, das
Hitler »falsch« war. Das heißt, die
Menschen der Erde nahmen eine neue Bewertung davon
vor, wer-sie-sind und wer-sie-sein-wollen in bezug
auf die Hitler-Erfahrung.
Er hat einen Maßstab gesetzt! Er hat
Parameter gesetzt, eine Grenzelinie gezogen, an der
die Menschen ihre Vorstellungen über sich
selbst messen und ihnen Beschränkung
auferlegen konnten. Christus tat, am Ende des
Spektrums dasselbe.
Es gab andere Christusse und andere Hitler. Und
es wird sie wieder geben. Sein wir also wachsam.
Denn unter uns wandeln Wesen von sowohl hohem wie
niedrigem Bewusstsein &endash; so wie auch wir
unter anderen wandeln. Welches Bewusstsein nehmt
hier mit euch?
Hitler hat nicht gedacht, das er was
»Schlechtes« tut. Er dachte wirklich, er
helfe seinem Volk. Und das ist es was viel nicht
verstehen. Niemand tut innerhalb des Kontexts
seiner Modellvorstellung von der Welt irgend etwas,
das »falsch« ist. Wenn du denkst, dass
Hitlers Tun wahnsinnig war und er bei allem wusste,
dass er wahnsinnig war, dann verstehst du nichts
von der Komplexität menschlicher
Erfahrung.
Hitler dachte, dass er für sein Volk Gutes
tut. Und sein Volk dachte das auch! Das war der
Wahnsinn! Der größte Teil der Nation
stimmte ihm zu! Wir haben erklärt dass Hitler
»falsch« war. Gut. Dadurch haben wir uns
selbst definiert und wissen nun mehr über uns
selbst. Gut. Aber verdammen wir Hitler nicht
dafür, dass er uns das gezeigt hat.
Jemand musste das tun.
Wir können die Kälte nicht kennen ohne
die Hitze, nicht das Oben ohne das Unten, nicht das
Linke ohne das Rechte. Verdammen wir also nicht das
eine und segnen das andere. Wenn wir das tun,
verstehen wir nicht.
Noch etwas zum Gruppenbewusstsein:
Gruppenbewusstsein ist etwas, das gemeinhin nicht
verstanden wir. Es ist jedoch außerordentlich
machtvoll und kann oft, wenn wir nicht achtsam
sind, über das individuelle Bewusstsein
siegen. Daher müssen wir stets, wohin wir auch
gehen und was immer wir tun, bemüht sein, ein
Gruppenbewusstsein herzustellen, wenn wir wollen,
dass unsere umfassendere Lebenserfahrung auf dem
Planeten harmonisch abläuft. Wenn du dich in
einer Gruppe befindest, deren Bewusstsein nicht das
deine reflektiert, und wenn es dir zu diesem
gegebenen Zeitpunkt nicht möglich ist, das
Gruppenbewusstsein wirksam zu verändern, dann
ist es klug, wenn du die Gruppe verlässt, weil
sie sonst dich führen wird. Sie wird sich
dahin bewegen, wo sie hin will, ungeachtet dessen,
wo du hin willst.
Wenn du keine Gruppe finden kannst, deren
Bewusstsein dem deinen gleichkommt, dann sei der
Urheber einer Gruppe. Andere mit vergleichbarem
Bewusstsein werden sich zu dir hingezogen
fühlen.
Individuen und kleine Gruppen müssen
größere Gruppen &endash; und letztlich
die größte Gruppe, nämlich die
GANZE Menschheit &endash; beeinflussen, wenn es
eine dauerhafte und bedeutsame Veränderung auf
unserem Planeten geben soll.
Unsere Welt und der Zustand, in dem sie sich
befindet, ist ein Spiegelbild des gesamten
vereinten Bewusstseins aller hier Lebenden.
Wenn du dich umschaust, kannst du sehen, dass
noch viel Arbeit zu tun bleibt. Es sei denn
natürlich, du bist mit unserer Welt, so wie
sie ist, zufrieden.
Überraschenderweise sind das die meisten
Menschen. Deshalb verändert sich die Welt auch
nicht.
Die meisten Menschen sind mit der Welt
zufrieden, in der die Unterschiede und nicht die
Gemeinsamkeit hochgehalten und Zwistigkeiten durch
Kämpfe und Krieg entschieden werden.
Die meisten Menschen sind mit dieser Welt
zufrieden, in der das überleben den
Leistungsfähigsten vorbehalten ist, in der
Macht mit Recht gleichgesetzt, Konkurrenz gefordert
und das Gewinnen als das höchste Gut
bezeichnet wird.
Wenn so ein System auch »Verlierer«
produziert, dann soll es so sein &endash; solange
du nicht zu ihnen gehörst.
Die meisten Menschen sind zufrieden, auch wenn
ein solches Modell dazu führt, das Menschen
oft aufgrund eines Fehlurteils getötet werden,
hungern und obdachlos werden, wenn sie Verlierer
sind, unterdrückt und ausgebeutet werden, wenn
sie nicht »stark« sind.
Die meisten Menschen definieren
»falsch« als das, was anders ist als sie.
Vor allem religiöse Unterschiede werden nicht
toleriert, und viele soziale, ökonomische und
kulturelle Unterschiede ebenso nicht.
Die Ausbeutung der Unterschicht wird von der
Oberschicht mit Selbstbeglückwünschungen
und Erklärungen gerechtfertigt, dass ihre
Opfer doch jetzt viel besser dran seien als vor der
Zeit ihrer Ausbeutung. Damit kann die Oberschicht
die frage ignorieren, wie, wäre man wirklich
fair, alle Menschen behandelt werden sollten, statt
eine schreckliche Lage nur ein winziges bisschen zu
verbessern &endash; und bei diesem Handel auf
obszöne Weise Profite herauszuschlagen.
Die meisten Menschen lachen, wenn man den
Vorschlag zu irgendeinem anderen System als dem
bestehenden macht, und sagen, ein solches Verhalten
wie das Konkurrieren und Töten und das
Einheimsen der Beute durch Sieger sei das, was ihre
Zivilisation groß mache!
Die meisten Menschen denken sogar, dass es gar
keine andere natürliche Seinsweise gäbe,
dass diese Verhaltensweise die Natur des Menschen
sei und dass eine andere Handlungsweise das innere
Feuer lösche, das den Menschen zum Erfolg
antreibt. (Niemand fragt: »Erfolg in
was?«)
Die meisten Menschen auf unserem Planeten
glauben an diese Philosophie, und deshalb
bekümmern sie sich nicht um das Leid der
Massen, um die Unterschiede oder die
Überlebens-Notwendigkeiten von irgend jemandem
außer denen ihrer eigenen Person und ihrer
unmittelbaren Familienangehörigen.
Die meisten Menschen sehen nicht, dass sie
unsere Erde zerstören &endash; den Planeten,
der uns Leben gibt -, weil sie mit ihrem Tun nur
nach der Verbesserung ihrer Lebensqualität
streben. Erstaunlicherweise sind sie nicht
weitsichtig genug, um wahrzunehmen, dass ihre
kurzfristigen Gewinne zu langfristigen Verluste
führen können und oft dazu führen
&endash; auch in Zukunft.
Die meisten Menschen fühlen sich vom
Gruppenbewusstsein bedroht, von Vorstellungen wie
der einem Kollektivwohl, von einer geeinten
Weltsicht oder von einem Gott, der in Eintracht mit
aller Schöpfung existiert.
Diese Angst vor allem, was zu einer Vereinigung
führen könnte, und die Glorifizierung auf
unserem Planeten von allem, was trennt, führt
zu Teilung, Disharmonie, Zwietracht &endash; doch
scheinen wir nicht die Fähigkeit zu besitzen,
aus unseren eigenen Erfahrungen zu lernen, und so
machen wir mit unserem Verhalten weiter, mit
demselben Resultat.
Die Unfähigkeit, das Leiden eines anderen
als eigenes Leid zu erfahren, führt dazu, dass
sich solches Leid fortsetzt.
Trennung gebiert Gleichgültigkeit, ein
falsches Überlegenheitsgefühl. Einheit
führt zu Mitgefühl, zu echter
Gleichberechtigung. Die Ergebnisse auf unserem
Planeten &endash; die sich seit 3000 Jahren
regelmäßig abspielt &endash; sind, wie
ich schon sagte, ein Spiegelbild des kollektiven
Bewusstsein »unserer Gruppe« - der
Gesamtgruppe auf unserem Planeten.
Herzliche Grüßen an alle
Ute
TOP
Konfrontieren wir uns mit der Quelle des
Bösen - unserem Verstand.
Wir können nicht größer sein,
als wir bereit sind anzuerkennen klein zu sein.
Man könnte sagen, dass das Böse das
Opfer der Lebendigkeit in Beziehungen um das
Rechthaben willens ist. Ich bin hier nicht daran
interessiert euch mitzuteilen, dass es in der Welt
Böses gibt. Ich bin sicher, dass ihr das
wisst. Was ich will, ist, das Böse bis zu der
Ebene der Abstraktion auszudehnen, die es ihm
ermöglicht, zu einem natürlichen Ende zu
kommen. Alles, was bis auf die angemessene Ebene
der Abstraktion ausgedehnt wird, löst sich
auf, mit Ausnahme der fundamentalen Gesetze, die
das Universum bestimmen. Schwerkraft, zum Beispiel,
wird sich auf der Ebene der absoluten Abstraktion
nicht auflösen, da sie selbst eine absolute
Abstraktion ist. Abstraktion (z.B. Schwerkraft)
erzeugt Erleben (z.B. etwas fällt) und
Erleben erzeugt Verstand. Das ist genau das
Gegenteil von dem, was uns beigebracht worden ist,
dass nämlich der Verstand Erleben erzeugt, was
wiederum Abstraktion erzeugt. Abstraktion existiert
jedoch nicht in Abhängigkeit von unserem
Erleben. Die zutreffende Abfolge ist also:
Abstraktion, Erleben, Verstand. Dann entwickelt der
Verstand Begriffe, was seine Art des
Zusammensetzens oder Verstehens" der
Abstraktion ist. Begriff ist aber nicht
Abstraktion. Wir stehen uns diametral
gegenüber. Das Böse wird ebenso wie
Begriffe vom Verstand hervorgebracht. Im Universum
gibt es keine Abstraktion , die das
Böse" genannt wird. Das Böse kann auf der
Ebene der Abstraktion nicht einmal existieren,
geschweige denn auf der Ebene des Nichts, die
Abstraktion hervorbringen.
Das Böse wird so lange bestand haben, wie
ihm widerstanden wird. Der Widerstand
gegenüber dem Bösen ist im Grunde
genommen nichts anderes, als dass das Böse in
einen Kontext des Schlecht"-Sein gehalten
wird. Die Konsequenzen des Bösen beziehe ich
nicht in den ihm entgegengebrachten
Widerstand" mit ein. Die Konsequenzen sind
einfach die Konsequenzen. Widerstand ist dasjenige,
was das Weiterbestehen des Bösen verursacht.
Mit anderen Worten, das Gesetzt ist das Gesetzt.
Das Gesetz ist nicht Widerstand" und hat mit
dem Andauern oder Nichtandauern des Bösen, wie
wir vielleicht schon bemerkt haben, nichts zu tun.
Was den Fortbestand des Bösen erlaubt, ja
sogar ermöglicht, ist das rechthaberische
Urteil, das wir ihm überstülpen. Das ist
der Treibstoffvorrat, den das Böse benutzt, um
seinen Motor laufen zu lassen. Mit anderen Worten,
es ist unsere mangelnde Bereitschaft, uns mit der
Quelle des Bösen zu konfrontieren: unserem
eigenem Verstand. Dieser Umstand ermöglicht
den Fortbestand des Bösen.
Die individuelle Wahrnehmung des Bösen ist
merkwürdig. Vom Verstand aus gesehen existiert
das Böse immer außerhalb" des
Verstandes. Das sollte uns nicht weiter
überraschen, da wir wissen, dass der Verstand
denkt, er würde dadurch überleben, dass
er sich selbst recht gibt. Um das zu tun, definiert
er das Böse so, dass er sich nicht damit
konfrontieren muss. Da die Definition, die der
Verstand bezüglich des Bösen handhabt,
nicht funktioniert, um dessen Verschwinden
verursachen zu können, lassen wir uns genauer
betrachten, was das Böse ist. Dann werden wir
uns die Definition ansehen, die das Böse bis
auf die Ebene der Abstraktion ausweitet, was ihm
erlaubt zu verschwinden. Der Verstand definiert das
Böse folgendermaßen: Alles, was
irgendjemand tut (vielleicht sogar denkt), was
merklich außerhalb dessen liegt, was der
Verstand für richtig hält. Diese
Definition taugt dazu, Leuten unrecht zu geben, und
wenn sie zum Gesetz gemacht und angewandt wird,
taugt sie dazu, Leute einzusperren.
Unglücklicherweise tut sie nichts, was das
verschwinden des Bösen verursachen
könnte. Was ist das Böse wirklich? Ich
meine, was ist die Definition, die die Wahrheit
repräsentiert und dem Bösen erlaubt zu
sein und zu verschwinden?
Das Böse ist jeder Gedanke, mit der
Intension irgendein Individuum oder Gruppe von
Individuen auszuschließen, um so eine
Handlung gegen dieses Individuum oder Gruppe zu
rechtfertigen, die denen Lebendigkeit und derer
Erleben ihres Wertes nicht förderlich ist. Es
ist der Ausverkauf der Lebendigkeit, um recht zu
haben und andere ins Unrecht zu setzen. Beachten
wir, dass es der Gedanke ist, der das Böse
ist, nicht die Handlung. Es ist, wenn wir so
wollen, das Urteil, was dem Handeln vorausgeht und
was die Handlung rechtfertigt. Handeln"
umfasst in manchen Fällen übrigens auch
das Unterlassen einer Handlung, wenn das
vorenthaltene Wort oder die Tat mit der Absicht
vorenthalten wird, dem anderen unrecht zu geben,
dessen Lebendigkeit oder Erleben seines Wertes
nicht zu fördern. Diese Definition ist aus der
fundamentalen Abstraktion abgeleitet, deren exakte
Formulierung folgendermaßen lautet: Du
kannst nicht größer sein, als du bereit
bist anzuerkennen klein zu sein". Wenn wir das
Böse bis zu dieser Abstraktion anheben,
fängt es an, in unserem Erleben, zu
verschwinden.
Der Verstand legt das Böse jedoch dort
fest, wo es nicht ist (hier drin"). Jedes
mal, wenn wir einem anderen unrecht geben, haben
wir Böses erschaffen und den Weg für das
offene Ausagieren dieses Bösen vorbereitet.
Vielleicht wählen wir, es nicht selbst
auszuagieren. Vielleicht ermutigen wir andere oder
sogar die Gesellschaft, es für uns
auszuagieren.
Also, ist das Böse nun schlecht? Nein, es
ist lediglich böse. Ist das, was wir tun oder
andere ermutigen zu tun, schlecht? Nein, und es
gibt Konsequenzen. Seht, wir können anderen
Leuten gar nichts Schlechtes zufügen. Wir
können uns nur selbst Schlechtes zufügen.
Dem äußeren Anschein nach möchten
wir anderen Schaden zugefügt haben. Die werden
darüber hinwegkommen. Wir nicht. Wir werden es
für den Rest unseres Lebens mit uns
herumtragen. Wir können es ableugnen,
rechfertigen, ignorieren, es wird immer noch da
sein. Ist das nun schlecht? Nein. Es ist lediglich
die Natur eigene Art und Weise, sich selbst zu
erhalten. Wenn wir das in ausreichendem Umfang tun,
werden wir anfangen, schlecht zu schlafen. Ein
bisschen mehr und andere körperliche
Beschwerden werden auftreten. Noch mehr, und wir
werden im Zustand des lebenden Todes sein. Also,
ist das nun schlecht? Nein. Bringt es etwas, wenn
wir uns selbst für das Böse, das wir
anderen zugefügt haben, ins Unrecht setzen?
Nein. Wie üblich bringt es selbst recht oder
unrecht zu geben nichts. Wir werden schlichtweg
größer sein müssen, als die Fehler,
die wir gemacht haben.
Es ist nun mal so, dass im Rahmen der
Gesetzgebung alles Böse legal ist. Wir
können euch nicht für etwas bestrafen,
was ihr denkt. Es ist auch so, dass das meiste von
unserem Bösem, was wir schließlich
ausagieren, der Gesetzgebung nach legal ist. In den
meisten Formen ist, anderen unrecht zu geben, nicht
ungesetzlich.
Wir sind durch diese Besprechung des Bösen
gegangen, damit ihr einen Kontext habt, in dem ihr
das Böse halten könnt. Ich kann nicht
genug betonen, dass der alte Kontext: Das
Böse ist schlecht" nicht dazu taugt, das
Böse zum Verschwinden zu bringen. Der neue
Kontext ist: Das Böse ist, und es gibt
Konsequenzen" funktioniert, wenn wir dafür
Verantwortung übernehmen. Das ist die
nächstfolgende Ebene nach der Ebene der
Übernahme der Verantwortung für euer
eigenes Leben. Offensichtlich können wir nicht
auf diese Ebene kommen, bis wir Verantwortung auf
persönlicher Ebene gehandhabt haben. Wir
können nicht herumsitzen und warten, dass
jemand anders die Welt in Ordnung bringt. Das wird
nicht passieren. Vielleicht fragen wir uns , warum
ich? Nun, warum nicht du? Seien wir einfach bereit,
die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass
dies der Beginn eines Zeitalters ist und dass wir
zufälligerweise zu dessen Beginn leben. Wir
haben somit das Privileg das Zeitalter der
Erleuchtung einzuleiten. Aber, warum jetzt? Warum
nicht jetzt? Irgendwann muss es geschehen, und das
ist es.
Damit die Welt erleuchtet wird, müssen wir
persönlich die Verantwortung dafür
übernehmen. Nicht als Last, sondern als
Privileg. Schließlich ist dies unsere
Welt.
Das Böseste, das wir tun können, ist,
ihr unsere Liebe vorzuenthalten.
Seid alle von Herzen gegrüßt Ute
TOP
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