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Arbeitskreis Geldreform hat seine Aufgabe erfüllt. Jetzt Mitglied werden beim Deutschen Freiwirtschaftsbund e.V. AKTUELL 26.Mai
2003 |
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Am 1. Januar 2001 ist in Bickenbach der Arbeitskreis Geldreform aus der Taufe gehoben worden. Es sei vorausgeschickt, daß wir kein Tauschring sind und auch nicht beabsichtigen, einen Verein oder eine neue Partei zu gründen. Wir fühlen uns der Freiwirtschaftslehre des Geldreformers Silvio Gesell verpflichtet und werden der deutschen Freiwirtschaftsbewegung hier in Bickenbach einen weiteren Stützpunkt einrichten. Der Arbeitskreis Geldreform hat sich vorgenommen, der Bickenbacher Bevölkerung jene Informationen zu liefern, die ihr von den Medien, z. B. vom Darmstädter Echo, vorenthalten werden. Das Ziel aller Freiwirte ist natürlich auch unser Ziel: Auf der Basis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland eine Land- und Geldreform auf den Weg zu bringen und nach den Regeln der parlamentarischen Demokratie zu verwirklichen. Wir streben darum an, in die bereits vorhandenen Parteien hineinzuwirken. Unsere Gesellschaftskritik setzt bei der so genannten "sozialen" Marktwirtschaft an, die mit Unterstützung der Medien (und sogar mit Duldung der Kirchen!) zu einer Zinswirtschaft verkommen ist, in der die ohnehin schon Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher werden. Im Gegensatz zu den Linken, die den Ausbeutungscharakter des Kapitalismus ja auch kritisieren, haben wir Freiwirte außer Kritik auch eine fundierte Lösung anzubieten, und zwar die des Land- und Geldreformers Silvio Gesell (1862-1930). Auf der Grundlage der Natürlichen Wirtschaftsordnung Gesells wollen wir den Menschen in Bickenbach und Umgebung die Augen öffnen für einen rettenden Ausweg aus der Schuldenfalle, in der wir alle zappeln, weil die vom Kapital beherrschten und von unsichtbarer Hand gelenkten Medien eine Diskussion über dieses Thema nicht zulassen. Mit Rücksicht auf das Anzeigengeschäft sind Zeitschriften und Tageszeitungen zum Schweigen verurteilt und dürfen beispielsweise noch nicht einmal fragen (!), ob es denn wirklich wahr ist, daß die Wohnungsmieten anteilmäßig zu über 70 % aus vermeidbaren (!) Zinskosten bestehen. Wegen ein paar Pfennig mehr bei den Benzinkosten wird gerade jetzt wieder überall im Lande geklagt und geschimpft. Andererseits wird vom Autofahrer aber großzügig übersehen oder hingenommen, daß er bei den versteckten Zinskosten gnadenlos über den Tisch gezogen wird. Sind die Autofahrer bzw. Konsumenten nun dumm, naiv oder nur desinformiert? Diese Frage ist klärungsbedürftig, denn inzwischen arbeiten die Menschen - ohne es zu wissen - als Sklaven des Kapitals ein halbes Leben lang nur für die Zinsgeschenke jener Absahner, die mit Geld Geld verdienen! Anstatt dies anzuprangern oder wenigstens mal zu hinterfragen, lässt sich z.B. das Darmstädter Echo seitenlang auf den Darmstädter Kanzlerberater Prof. Rürup ein, der den Lesern (und damit natürlich auch seinen Studenten!) sein Zinswissen verschweigt, den tödlichen Wachstumszwang in der Wirtschaft verharmlost und an Problemen herumforscht, die es in der Freiwirtschaft (ohne den Zinswahnsinn!) überhaupt nicht geben würde. So wird das Thema soziale Gerechtigkeit vernebelt, und gutgläubige Zeitungsleser werden wieder einmal "erfolgreich" in die Irre geführt. Im Dezember 2000 berichtete beispielsweise das Darmstädter Echo, daß die Gemeinde Weiterstadt täglich (!) 15 000,- DM Zinsen zu zahlen hat. Während die Zeitung sonst fast jeden Pupser kommentiert, fiel der Redaktion zu diesem ungeheuerlichen Aderlaß nichts ein. Man ging stillschweigend darüber hinweg. Daß es einen klaren und nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Massenarbeitslosigkeit und der Ratlosigkeit unserer Politiker gibt (weil Kanzlerberater wie Prof. Rürup den freiwirtschaftlichen Ausweg ignorieren), auch darüber wird der Arbeitskreis Geldreform die Bevölkerung unaufgefordert informieren. Wie die Leserschaft des Bickenbacher Magazins durch meine Beiträge schon seit Jahren weiß, habe ich dem Thema Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle ein Buch über Silvio Gesell und meine bundesweite Vortragstätigkeit gewidmet. Es versteht sich darum von selbst, daß ich besonders den neuen Mitgliedern des Arbeitskreises Geldreform meine Erfahrungen auf diesem Gebiet zur Verfügung stellen werde. Der Arbeitsgruppe steht auch eine umfangreiche Fachliteratur zur Verfügung; einschließlich der gesammelten Werke Silvio Gesells (in 19 Bänden). Gemeinsame Fahrten zu Vorträgen, Seminaren und Tagungen wollen wir durch Gruppenreisen oder Fahrgemeinschaften preiswert organisieren. Willkommen sind auch "Beobachter" aus den umliegenden Ortschaften, denen wir auf Wunsch beim Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe helfen werden, und zwar so lange, bis sie sich ihrer Sache sicher genug sind und dieser Anschubenergie nicht mehr bedürfen. Wir suchen Mitstreiter/innen (jeden Alters und egal aus welcher Partei!) die ein Gespür für soziale Gerechtigkeit mitbringen und an konkreten Aufgaben mitarbeiten wollen. Wären wir ein Debattierklub, hätten wir uns die Bezeichnung Gesprächskreis zugelegt. Wir haben uns jedoch aus gutem Grund für die Bezeichnung Arbeitskreis entschieden, um keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, daß wir nicht eher ruhen werden, bis die ehernen Forderungen Silvio Gesells verwirklicht worden sind. Ob die Zeit schon reif dafür ist, wird sich herausstellen. Fest steht: "Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist" (Victor Hugo). Da uns der wertvollste Rohstoff des Menschen, die Zeit, nur begrenzt zur Verfügung steht, wollen wir sehr behutsam damit umgehen. Zu den Besonderheiten dieses Arbeitskreises gehört die Absichtserklärung, in allem was wir uns vornehmen und tun, nach Möglichkeit auch die Regeln der Lebenskunst zu beachten. Warum sollte eine Arbeit, die so bedeutsam ist, nicht auch Spaß machen?! Wir beginnen unsere Arbeit mit der im Bickenbacher Magazin Nr. 78 bereits angekündigten Apfel-Brief-Aktion "Kirche". Weitere Projekte und Aktionen sind geplant, müssen aber erst noch diskutiert werden, bevor sie zur Durchführungsreife gebracht und umgesetzt werden können. Wer uns dabei helfen möchte, wende sich unverbindlich an den Initiator und Sprecher des Arbeitskreises Geldreform:
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