An alle Funktionsträger und

Funktionsträgerinnen sowie an alle

Institutionen und Publikationen

der Kirchen in Deutschland,

Österreich und der Schweiz,


Auch die
SPD bekam schon diesen Brief

 

Hinweis auf einen ungehobenen Sozialschatz der Kirche

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wer auf dem Deckel einer Schatztruhe ruht, kann sich der Schätze nicht bedienen. Um wie viel mehr gilt diese Aussage, wenn der Betreffende von den Schätzen, auf denen er buchstäblich sitzt, nichts ahnt? Wäre es unter diesen Umständen nicht wünschenswert, wenn eigenartige Klopfgeräusche aus dem Inneren der Truhe ihn stutzig machten? Und wäre es zu viel verlangt, wenn er einmal kurz aufstehen, den Deckel vorsichtig anheben und einfach mal nachschauen würde, woher die Klopfgeräusche kommen und was es damit auf sich hat?

 

Dieser Brief ist ein den Kirchen gewidmetes Klopfgeräusch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Der Schatz, den es wenigstens mal in die Hand zu nehmen gilt, muss also nicht erst noch erdacht, herbeigesehnt, lange gesucht und mühsam ausgegraben werden; denn dieser Schatz, er ist schon da! Entdeckt vor über 100 Jahren von Silvio Gesell (1862-1930), einem zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Geld- und Sozialreformer. Gesell kam 1889 in einer Sternstunde der Menschheit den Ursachen für das unberechenbare Auf und Ab der Wirtschaftskonjunkturen auf die Spur. Er fand eine bis dahin völlig unbekannte Ursache für das Entstehen von Armut, Arbeitslosigkeit, Elend und Krieg. Seine Entdeckung hat das Menschheitsziel Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle zum ersten Male auf die Rangstufe der Durchführbarkeit gehoben (war bisher immer nur ein Wunschtraum).

 

Ohne die moralische Unterstützung der Kirchen wird dieser grandiose Sozialschatz allerdings nicht zu heben sein. Die Lösung der sozialen Frage setzt die von Silvio Gesell entwickelte Natürliche Wirtschaftsordnung (NWO) voraus, in der sich das zinsfordernde und herrschende Geld in ein nur noch dienendes Geld verwandelt. Fluch wird Segen! Damit kommen wir - die Unterzeichner dieses Briefes - jenen 5 % der Bevölkerung ins Gehege, die sich der restlichen 95 % zu bedienen wissen - und zwar durch eine verheerende und dennoch legalisierte (!) Ausbeutung über den Zins. Von ratlosen Wirtschaftswissenschaftlern ausgeblendet, von hilflosen Politikern ignoriert, wird dieses brennend aktuelle Thema von den Medien gehorsam totgeschwiegen. Motto: „Die schweigende Mehrheit schweigt, weil ihr das Rettende verschwiegen wird." (H. Benjes). Bis heute ungeklärt (und darum fragen wir ja an): Wann regt sich das Gewissen der Kirchen; wann läuten die Glocken endlich einmal Sturm?

Wir maßen uns nicht an, Kirche über die biblische Zinskritik aufzuklären; aber wir sehen uns veranlasst, die Kirche an die satanische Wirkung des Zinses zu erinnern.

Während wir einerseits nicht genug staunen können über das Wunder ahnende Zinswissen der Propheten, sind wir andererseits besorgt über die tragische Leichtfertigkeit, mit der die Kirchen den Ausbeutungscharakter der Zinswirtschaft einfach hinnehmen..

 

Deshalb also diese „Apfel-Brief-Aktion". Wir erlauben uns, den Frauen und Männern der Kirche die Augen zu öffnen - für den unerträglich unterschätzten Zins, der den Frieden in aller Welt bedroht, die soziale Gerechtigkeit verkrüppelt und die hohe Politik zum Hampelmann der finanzgewaltigen Globalisierer deformiert. Wir sehen nicht ein, weshalb ausgerechnet die moralische Instanz Kirche dazu schweigt, dass z.B. die Wohnungsmieten zu 70 bis 80 % aus vermeidbaren (!) Zinskosten bestehen; vom Zinskostenanteil der Waren ganz zu schweigen.

 

Wäre es nicht wunderbar, den sozial Benachteiligten von der Kanzel herab die frohe Botschaft predigen zu können: „Leute, die Arbeitslosigkeit ist keine Katastrophe - und schon gar nicht gottgewollt, sondern ein von Menschen gemachter Skandal!" Der evangelische Pfarrer Rudolf Zörner aus Guben an der Neiße ist seinen Kollegen 1999 darin beispielhaft vorrangegangen. Also: es geht! Betrachten Sie das beigefügte Faltblatt „Vollbeschäftigung" bitte nur als Bindeglied zwischen diesem Brief und Ihrer persönlichen Entscheidung, sich mit den rettenden Erkenntnissen Silvio Gesells so bald wie möglich zu befassen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Literaturempfehlung:

Benjes, Hermann: Wer hat Angst vor Silvio Gesell?
Gesell, Silvio: Die Natürliche Wirtschaftsordnung

 

P.S. Was hat der schöne Apfel eigentlich mit dieser Aktion zu tun? Der Apfel symbolisiert die Vergänglichkeit aller verderblichen Waren, die ja bekanntlich schnell über den Ladentisch gehen müssen, bevor sie durch Fäulnis unverkäuflich werden. Im Gegensatz dazu ist das Geld den Waren (und der menschlichen Arbeitskraft!) haushoch überlegen. Das Geld verfault ja nicht; es verrostet nicht und hat es darum auch nicht eilig. Geld kann warten; der Apfel und die Arbeitslosen können es nicht! Auf der Grundlage dieser Erfahrung entwickelte der Sozialreformer Silvio Gesell Die Natürliche Wirtschaftsordnung. Seine bahnbrechenden und bis heute nicht widerlegten (!) Erkenntnisse könnten die Vollbeschäftigung zu einer kaum vermeidbaren Selbstverständlichkeit werden lassen. „Nur" ein paar Reiche und Superreiche werden in erträglicher Weise Federn lassen müssen, damit die soziale Gerechtigkeit nicht - wie bisher - nur gefordert, sondern schon bald und zwar endgültig verwirklicht werden kann.

 

Weitere Informationen durch den Initiator dieser Aktion:

Hermann Benjes,

Hohenmoorer Str. 61

27330 Asendorf

Tel.: 04253 800 643

E-Mail: Hermann.Benjes@t-online.de