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Betrifft: Hinweis
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Sehr geehrte Damen und Herren von der SPD! Die Regierung ist neu, aber die Kanzlerberater sind die alten geblieben. Es handelt sich um Professoren angesehener Wirtschaftsinstitute, die schon Helmut Kohl nicht helfen konnten und den Arbeitslosen übrigens auch nicht. Jetzt läßt sich Bundeskanzler Gerhard Schröder von diesen Experten" beraten, und diese Beratung kostet uns Steuerzahler laut Süddeutscher Zeitung immerhin 90 (in Worten: neunzig) Millionen DM pro Jahr. Dürfen wir, die SPD und die Arbeitsiosen angesicht einer derart respektablen Summe auf die Lösung der anstehenden Probleme hoffen? Nein! Was läuft hier eigentlich falsch? Die wirklich entscheidenden Leute der SPD (und der Grünen) sind noch immer nicht bereit, offen zuzugeben, daß die ,,soziale" Marktwirtschaft längst zu einer ausbeuterischen Zinswirtschaft verkommen ist, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher werden. Gerhard Schröder hat sein Schicksal als Regierungschef noch vor der Wahl offen und ehrlich mit einem arbeitsmarktpolitjschen Erfolg verbunden. Respekt! Mit anderen Worten: werden bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wieder keine nennenswerten Erfolge erzielt, sind schon bei den nächsten Landtagswahlen jene Parteien wieder am Drücker, die wir doch gerade erst losgeworden sind! In dieser Situation haben alle der SPD nahestehenden oder ihr angehörenden Personen ein Recht darauf, von der SPD-Führung zu erfahren, weshalb die rot/grüne Regierung a) den freiwirtschaftlichen Ausweg aus der Massenarbeitslosigkeit unbeachtet läßt und weshalb sie b) der SPD-Basis gegenüber noch nicht einmal zugeben will, daß es einen solchen Ausweg gibt, mit dem eine naturverträgliche Vollbeschäftigung ohne Wachstumszwang innerhalb von wenigen Jahren herbeigeführt werden könnte. Dies ist der eigentliche Grund meines Schreibens! Nam hafte Persönlichkeiten und Experten der SPD sind z.T. schon seit Jahren umfassend über die ,,Natürliche Wirtschaftsordnung" des deutsch-argentinischen Geldreformers Silvio Gesell informiert; bleiben aber dabei, diesen dritten Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus der SPD-Basis zu verschweigen! Im Fernsehen groß ankündigen, es müsse jetzt aber auch wirklich jede vernünftige Möglichkeit zur Beendigung der Massenarbeitslosigkeit genutzt werden, und diese Möglichkeit dann doch wieder der Partei basis zu verschweigen, das sollte man der SPD-Führung nicht länger durchgehen lassen. Die Parteiführung ist der SPD-Basis - und die Regierung ist den Arbeitslosen eine Erklärung dafür schuldig, weshalb sie am Totschweigen der rettenden Erkenntnisse Silvio Gesells festhält, obwohl dieses Verschweigen nur dem Großkapital zugute kommt - alle anderen aber schädigt. Die SPD ist einmal das soziale Gewissen der Nation gewesen. Auch heute noch glauben viele Menschen, von der SPD noch am ehesten erwarten zu können, daß sie das in ihrer Macht Stehende auch wirklich tut, um den Arbeitslosen wieder eine menschenwürdige Perspektive zu geben; und das heißt doch wohl: Arbeit und Wohlstand für alle! Haben Sie darum bitte Verständnis dafür, daß wir in einer bundesweiten Aktion die Arbeitslosen (vor den Arbeitsämtern) und die Arbeitnehmer (vor Bahnhöfen und Werkstoren) gezielt ansprechen und zur örtlichen SPD schicken werden (wohin denn auch sonst?!), bis sich dieser kleine Funke der ,,Einmischung in die inneren Angelegenheiten der SPD~ zu einer wärmenden Glut verdichtet hat, die der sozialen Kälte in Deutschland ein Ende bereitet. Den Empfängern dieses Schreibens wird daher dringend empfohlen, das beigefügte Faltblatt ,,Die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland" sorgfältig aufzuheben. Sie werden diese Argumentationshilfe gut gebrauchen können, wenn die ersten Arbeitslosen plötzlich vor Ihrer eigenen Haustür stehen. Mit freundlichen Grüßen
P.S Was hat der schöne Apfel eigentlich mit diesem Brief zu tun? Nun, er symbolisiert die Vergänglichkeit aller verderblichen Waren. Diese müssen bekanntlich schnell über den Ladentisch gehen, bevor sie durch Fäulnis unverkäuflich. werden. Im Gegensatz dazu ist das Geld den verderblichen Waren (und der Arbeitskraft!) haushoch überlegen: Das Geld verfault ja nicht; es verrostet nicht und hat es darum auch nicht eilig. Geld kann warten; der Apfel (und die Arbeitslosen!) können es nichtl Auf der Grundlage dieser schmerzlichen Erfahrung entwickelte Silvio Gesell Die Natürliche Wirtschaftsordnung Seine bahnbrechenden Erkenntnisse könnten die Vollbeschäfflgung zu einer kaum vermeidbaren und leicht erreichbaren Selbstverständlichkeit werden lassen. Sicher, ein paar Reiche und Superreiche werden Federn lassen müssen, doch auf ca. 98 % der Weltbevölkerung wartet eine Sternstunde der Menschheit!
Literaturempfehlung: Benjes, Hermann: Werhat Angst vor Silvio Gesell? Kühn, Hans: 5000 Jahre Kapitalismus |
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Und so könnte ein Brief aussehen, der auf die Apfel-Aktion aufmerksam macht:
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Bundesministerium für XXX Sehr geehrter Minister XXX mit einer bundesweiten Aktion wird in den kommenden zwei Jahren der Versuch unternommen, die SPD an ihre sozialpolitische Verantwortung zu erinnern. Damit Sie sich ein Bild davon machen können, wie wir in dieser Angelegenheit vorgehen, sende ich Ihnen in der Anlage einen bedruckten Originalbriefbogen der Apfel-Brief-Aktion SPD" sowie das Faltblatt Die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland", das diesen Briefen an die SPD grundsätzlich beigelegt wird. Dem Faltblatt können Sie Fakten und Informationen entnehmen, die noch etwas über den Zuständig-keitsbereich der SPD hinausgehen und vermutlich auch Ihr Interesse finden. Sie, verehrter Herr Trittin, sollen in diese Angelegenheit nicht hineingezogen werden; noch nicht. Der Grund, weshalb wir Sie trotzdem informieren, ist folgender: Alle Versuche, die SPD-Führung von der Notwendigkeit einer Boden- und Geld-reform zu überzeugen, sind gescheitert. Eine Überprüfung dieser Bemühungen hat nun ergeben, daß die entscheidenden Persönlichkeiten der SPD das Wissen über die Vermeidbarkeit von Armut und Arbeitslosigkeit nie nach unten weitergereicht haben. Eine Diskussion über dieses brennend aktuelle Thema ist in der SPD offenbar nicht erwünscht. Darum drehen wir den Spieß jetzt um und verbinden das Ende unserer Geduld mit dem Anfang einer bundesweiten Apfel-Brief-Aktion, die ganz unten ansetzt - bei der SPD-Parteibasis! Das ist etwa 10 000-mal so aufwendig, als die da oben" mit Eingaben und Petitionen zu bedienen; aber über 4 Millionen Arbeitslose lassen uns praktisch keine andere Wahl. Nicht nur SPD-Mitglieder, sondern alle Menschen guten Willens haben unserer Meinung nach ein Recht darauf, von der SPD-Führung zu erfahren, weshalb sie auch jetzt noch untätig bleibt, obwohl ihr die langersehnte Regierungsverant-wortung sagenhafte Möglichkeiten des Aktivwerdens bietet. Als Mitglied der Bundesregierung werden Sie es hoffentlich zu schätzen wissen, von dieser bundesweiten Aktion nicht erst um drei Ecken herum, sondern aus erster Hand informiert worden zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Beteiligen Sie sich an dieser Aktion, bestellen Sie noch heute Ihre Apfelbrief-Formulare. Die Adressen Ihrer SPD- Ansprechpartner finden Sie in den nächsten Tagen in den Amtsblättern. Es ist Wahlkampf! Bestellungen bitte direkt an Hermann Benjes, Hohenmoorer Str. 61 27330 Asendorf Tel.: 04253 800 643 E-Mail: Hermann.Benjes@t-online.de
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