Leseprobe

Zusammenfassungen aller siebzehn Kapitel, eine Schlussbetrachtung
und das
Kapitel über Wörgel und die Steuerungerechtigkeit komplett

Zusammenfassung des 1. Kapitel .

 

a) Das Geld ist eine der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit.

 

b) Geld ist für das reibungslose Zustandekommen von Tauschvorgängen unersetzlich. Das Prinzip „Ware gegen Ware" oder „Ware gegen Arbeit" ist heute nur noch ausnahmsweise sinnvoll und durchführbar (Tauschringe). Besser und reibungsloser funktioniert das Prinzip: „Ware für Geld und Geld für Arbeit".

 

c) Nur gleichmäßig umlaufendes Geld führt zu Vollbeschäftigung und allgemeinem Wohlstand; und das sind weltweit immerhin zwei der wichtigsten Voraussetzungen für den Bürger- und für den Völkerfrieden!

 

d) Den professoralen Wirtschaftswissenschaftlern und „Kanzlerberatern" sind diese Tatsachen und Zusammenhänge durchaus bekannt, doch ziehen sie aus diesen Erkenntnissen - wie wir im weiteren Verlauf dieses Buches noch sehen werden - keine nennenswerten Konsequenzen und verschweigen z.B. ihren eigenen Studenten den freiwirtschaftlichen Ausweg aus der von Massenarbeitslosigkeit und sozialer Ungerechtigkeit geprägten Krise.

 


Zusammenfassung des zweite Kapitel .

 

a) 10 % der Bevölkerung verfügen inzwischen über die Hälfte aller Geldvermögen. Die „restlichen" 90 % müssen sich die andere Hälfte teilen. Dieser Trend hält an, und das bedeutet: Wenn diesem Wahnsinn nicht bald ein Ende bereitet wird, werden die Superreichen eines Tages 60, 70 oder sogar 80 % des Geldes für sich allein beanspruchen.

 

b) Versteckte und verschwiegene Zinskosten belasten die Preise aller Waren und Dienstleistungen mit ca. 35-45 %.

 

c) Bei den Wohnungsmieten liegt der Zinskostenanteil zwischen 70 und 80 %. Kreditfinanzierte Häuser sind doppelt und dreifach (in Schweden bis zum Vierfachen) zu bezahlen - je nach Laufzeit und Eigenkapital bei Vertragsabschluß.

 

d) Geld kann nicht „wachsen" wie immer wieder behauptet wird. Man hat Geld auch noch nie arbeiten sehen. Die wundersame Geldvermehrung der Reichen und Superreichen wird auch nicht etwa durch Tüchtigkeit und Fleiß erzielt, sondern durch eine systembedingte Umverteilung des Geldes von den Arbeitenden zu den Geldbesitzenden.

 

e) Exponentielles Wachstum wird durch das Zins- und Zinseszinssystem erzwungen und nicht etwa durch den wachsenden Bedarf der Menschheit.

 

f) Massen- und Dauerarbeitslosigkeit haben infolge politischer Ratlosigkeit die Naziherrschaft erst möglich gemacht. Von entscheidender Bedeutung war dabei die Rolle der Presse und der Wirtschaftswissenschaft.

 


Zusammenfassung des 3. Kapitel .

 

a) Silvio Gesell erkannte als Erster die verhängnisvollen Auswirkungen und Nachteile einer an das Gold gebundenen Währung. Doch seine Erkenntnisse und Warnungen stießen in der Fachwelt auf taube Ohren. Nach seinem Tode wurden einige seiner Forderungen ohne Nennung der geistigen Urheberschaft realisiert.

 

b) Das Deutsche Reich war durch das Diktat von Versailles nicht nur der Willkür und Dummheit rachsüchtiger Regierungen ausgesetzt, sondern auch zum Spielball der Wall-Street-Bankiers geworden.

 

c) Die Freiwirtschaftsbewegung hat in der Weimarer Republik nichts unversucht gelassen, vor den beiden großen Gefahren Nationalsozialismus und Kommunismus zu warnen, fand aber keinen Rückhalt in der SPD.

 

d) Anstatt zu erkennen, dass sieben Millionen Arbeitslose keine Parolen, sondern Arbeit brauchten, verschlief die SPD den rettenden Ausweg der Natürlichen Wirtschaftsordnung Silvio Gesells, indem sie die von führenden Freiwirten angebotene Beratung stolz zurückwies. Damit war der Weg in die Naziherrschaft frei.

 

e) Freigeld, also Geld, das mit Hilfe einer treibenden Umlaufgebühr aus den Rattenlöchern der Spekulanten und Schmarotzer gelockt wird, hat es besonders eilig, sich vor dem „Abschmelzen" noch schnell dem Markt anzubieten - und zwar zinslos!

 

f) Massenarbeitslosigkeit lässt sich nicht mit Sprüchen „bekämpfen", sondern nur mit umlaufgesichertem Geld, das sich bei der Schaffung von Arbeitsplätzen „brav" (zinslos) zur Verfügung stellt.

 

g) Große, mehr oder weniger schamlos zusammengeraffte Geldvermögen wachsen in der Natürlichen Wirtschaftsordnung (NWO) nicht weiter - wie bisher. Sie bleiben den Besitzern jedoch erhalten, falls sie es dem Markt zinslos (brav!) zur Verfügung stellen.

 

h) Sparkonten werfen in der NWO zwar keine Zinsen mehr ab, bleiben jedoch von Inflationsverlusten verschont und sind damit absolut wertbeständig. Sparen lohnt sich also, denn den entgangenen Sparzinsen stehen die hundertfach größeren Einsparungen bei Mieten, Waren und Steuern gegenüber! Darum wird sich das „Sparen für später" nicht nur lohnen, sondern in viel höherem Maße als heute auch stattfinden!

 

i) Eine Goldgräberstimmung bleibt natürlich aus, wenn der Bevölkerung mit Medienmacht verschwiegen wird, dass ein Schatz gefunden wurde, der nur noch auszugraben ist.

 


 

Zusammenfassung des 4. Kapitel .

 

a) Die Deutsche Bahn AG erhebt grundsätzlich „Standgeld" und erreicht damit, dass ausgeliehene Waggons schnellstmöglich zurückgegeben werden und dadurch anderen Verkehrsteilnehmern bei Bedarf sofort wieder zur Verfügung stehen.

 

b) Beim Verkehrsmittel Geld ist es zur Zeit noch umgekehrt: Geld kann beliebig lange und oft zurückgehalten oder anderweitig zweckentfremdet werden; selbst dann, wenn der Bedarf an Geld in der Wirtschaft besonders groß ist. Dieser Unfug wird nach Einführung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (NWO) nur noch Geschichte sein.

 

c) Diese Rückgabemuffel zahlen im heutigen Geldsystem nicht nur kein Standgeld (auch keine Strafe) sondern lassen sich die leihweise Hergabe dringend benötigter Gelder auch noch mit Zinsgeschenken versüßen.

 

d) Der Mensch macht - was er will. Aber ob er es will, das macht er nicht!

 

 


Zusammenfassung des 5. Kapitel .

 

a) Über 90 % der Bevölkerung werden Nutznießer der NWO sein. Weltweit sind es sogar 98-99 %!

 

b) Laut Focus sind zur Durchsetzung des EURO von der Europäischen Kommission 160 Journalisten und Professoren für eurofreundliche Jubelberichte eingekauft worden.

 

c) Weite Teile der Bevölkerung scheinen dankbar dafür zu sein, über unser Geldsystem nicht nachdenken zu müssen. So bleibt dieses Thema denen überlassen, die mit dem Geld-Analphabetentum der Bevölkerung etwas anzufangen wissen!

 

d) Ein Bundestagsabgeordneter wird im Schnitt von sechs Lobbyisten „beraten", informiert und „bearbeitet". Abstimmungsergebnisse im Bundestag - das belegen die bekannt gewordenen Skandale der Nachkriegszeit eindeutig - sind darum traditionell nicht astrein. Da erfahrungsgemäß immer nur Bruchteile der illegalen Machenschaften aufgedeckt werden, ist von einer relativ hohen Dunkelziffer auszugehen. Rechnet man die Korruptionsfälle in deutschen Bauämtern hinzu (allein in Frankfurt am Main sind 2002 über 200 Fälle anhängig), muss damit gerechnet werden, dass Jurastudenten und Juristen aus Mittelamerika (im Gegenzug) demnächst zu Studienbesuchen in die Bananenrepublik Deutschland eingeflogen werden.

 

e) Von 1999 - 2000 konnten 4900 SPD-Mandatsträger/innen mit Hilfe der „Apfel-Brief-Aktion-SPD" erreicht und über die NWO informiert werden. Weitere Zielgruppen, wie z.B. Kirchen, Universitäten, Naturschutzverbände, Gewerkschaften etc. werden in noch nicht festgelegter Reihenfolge mit speziellen Apfel-Briefen „bedient". Die Apfel-Brief-Aktionen werden erst dann beendet, wenn die Medien ihre ruchlose Taktik des Totschweigens aufgegeben haben.

 

f) Auch völlig intakte Betriebe mit guter oder sogar sehr guter Auftragslage und internationaler Konkurrenzfähigkeit werden zur Stillegung „freigegeben", wenn der Profit nicht mehr das bringt, was auf dem Kapitalmarkt bei geringerem Risiko auch ohne Arbeit zu erzielen wäre.

 

g) In der heutigen Zinswirtschaft werden also vorhandene Arbeitsplätze „abgebaut" und neue oft gar nicht erst geschaffen, weil das Kapital („scheu wie ein Reh") die Flucht ergreift. In der NWO stehen diese Schlupflöcher dann nicht mehr zur Verfügung. Nicht die Arbeiter werden in der NWO „freigestellt", sondern das Kapital! Betriebe, die heutzutage unbedingt profitabel sein müssen, brauchen in der NWO nur noch lohnend sein, um Dauerarbeitsplätze erhalten und schaffen zu können.

 

h) Sichere Arbeitsplätze und ein gutes Einkommen für alle (!) sind nicht die einzigen Faktoren menschlicher Zufriedenheit, aber zwei besonders wichtige, ohne die es auf Dauer keinen Bürger und Völkerfrieden geben kann.

 


 

Das Wunder von Wörgl

 

Edison, einer der größten Erfinder der Menschheit, hat sich nicht vorstellen können, dass es einmal möglich sein wird, drahtlos „durch die Luft" zu telefonieren. Ich selbst habe 1946 als neunjähriger Volksschüler nicht glauben können, dass bewegte Bilder wie im Kino über weite Strecken durch die Luft gesendet werden können; und ich erinnere mich noch gut daran, richtig ärgerlich geworden zu sein, als mein Lehrer bei seiner Behauptung blieb. Um so größer ist heute mein Respekt vor Menschen, die zur Abwechslung auch mal an etwas glauben können, was nicht sofort bewiesen werden kann. Dieser vorauseilende Glaube schließt ja den nachgereichten Beweis nicht aus. Wer aber überhaupt nicht glaubt, wird auch nicht die Ausdauer und Kraft aufbringen, den die Beweisführung vorauszusetzen pflegt. Für die österreichische Gemeinde Wörgl (und für die ganze Welt!) wäre es ein großer Verlust gewesen, wenn dem Bürgermeister Michael Unterguggenberger 1932 der rechte Glaube gefehlt hätte, denn er wagte ein Experiment, das als das Wunder von Wörgl in die Geschichte des Geldes eingegangen ist. Der schweizer Freiwirt Fritz Schwarz, ein persönlicher Freund und Mitstreiter Silvio Gesells, hat diesem tapferen Mann durch sein Buch „Das Experiment von Wörgl" ein wunderbares Denkmal gesetzt.

Wie so viele Gemeinden und Städte jener Zeit wurde auch Wörgl mit seinen damals 4216 Einwohnern von der Rezession erfasst und von hoher Arbeitslosigkeit heimgesucht. Der bei der Innsbrucker Sparkasse hochverschuldete Ort war nicht mehr in der Lage, die inzwischen aufgelaufenen Zinsen (50.000 Schilling) zu bezahlen. „Ausgesteuerte" Arbeitslose fielen scharenweise der Armenfürsorge zur Last. In weiten Teilen Österreichs und Deutschlands sah es damals nicht anders aus: Verzweifelte Familienväter sahen oft keinen anderen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen. In Wörgl richteten sich die Hoffnungen der Verzweifelten und Gedemütigten auf den tüchtigen Bürgermeister Michael Unterguggenberger, doch der hatte bis auf die Armenspeisung schon lange nichts mehr zu verteilen. Ihm ging das heute kaum noch zu beschreibende Elend der Arbeitslosen und deren Familien so zu Herzen, dass er keine Ruhe mehr fand und über einen rettenden Ausweg aus der Not nachzudenken begann. Seine Gedanken kreisten um die Natürliche Wirtschaftsordnung (NWO) Silvio Gesells. Eines Tages fasste er den Entschluss, Gesell beim Wort zu nehmen. Dessen Erkenntnis und Behauptung, dass ständig umlaufendes Geld Arbeit schafft, während eingesperrtes Geld Arbeiter aussperrt, ließ ihn nicht mehr los, denn genau da lag auch in Wörgl der Hase im Pfeffer: Wie in Zeiten der Rezession üblich, verlangsamte sich der Geldumlauf in Wörgl zusehends, weil mit dem Hinauszögern von Einkäufen für die Konsumenten leider Vorteile (sinkende Preise) verbunden waren. In ihrer Unwissenheit sägten die Leute also ausgerechnet den Ast ab, auf dem sie selbst saßen, indem sie den Metzger auf seiner Wurst und den Gärtner auf seinen Gurken sitzen ließen. Damals (wie heute!) fehlte den Menschen die Einsicht, dass der Segen des eigentlich „umlaufpflichtigen" Geldes durch ängstliche Kaufzurückhaltung ganz schnell in einen Fluch umschlagen kann. Michael Unterguggenberger war einer der Wenigen, denen dieser Zusammenhang bewusst war. Somit erkannte er natürlich auch die Gefahr, die durch das schädliche Verhalten der Bürger von Wörgl weiteren Auftrieb erhielt. Im Gegensatz zu den Bürgermeistern heutiger Zeit, die auch bei extrem hoher Arbeitslosigkeit in ihrem Amtsbezirk (Bremerhaven z.B. 20 %) gesetzestreu und „brav" ihren Vorschriften allererste Priorität einräumen, seelenruhig in den Urlaub fahren und eine stille Weihnacht zu genießen wissen, trat Unterguggenberger, nachdem seine Entscheidung gefallen war, unverzüglich und mit atemberaubender Konsequenz in Aktion. Um den Gemeinderat, die örtlichen Geschäftsleute, Handwerker, Bauern, kurz die ganze Gemeinde von der Notwendigkeit seiner Idee zu überzeugen, sprach er mit vielen zunächst unter vier Augen, dann in den Vereinen und schließlich auf Versammlungen vor der ganzen Bevölkerung über diesen einen rettenden Ausweg. Unterguggenberger schlug vor, den Wohlfahrtsausschuss der Gemeinde damit zu beauftragen, eine „Nothilfe Wörgl" ins Leben zu rufen. Bangenden Herzens, doch ohne zu zögern, stimmte die ganze Gemeinde - über alle Parteigrenzen hinweg diesem mutigen Vorschlag zu. Die Nothilfe bestand „ganz einfach" darin, dass der Wohlfahrtsausschuss unter Mitwirkung und Leitung vertrauenswürdiger Persönlichkeiten aus Wörgl so genannte „Arbeitsbestätigungen" drucken ließ, die in Wirklichkeit aber reine Zahlungsmittel, also praktisch richtiges „Geld" waren. Sie wurden in folgenden Stückelungen herausgegeben: 2000 gelbe Arbeitsbestätigungen zu je 1 Schilling, 2000 blaue zu je 5 Schilling und 2000 rote zu je 10 Schilling. Mit nominal also nur 32.000 Schilling glaubte der Bürgermeister allen Ernstes die 4216 Einwohner von Wörgl aus der Krise herausführen zu können. Mit nur 7,59 Schilling pro Person wollte dieser Mann allen Ernstes seine Stadt retten, so gründlich hatte er „Die Natürliche Wirtschaftsordung" Silvio Gesells gelesen und - viel wichtiger - auch verstanden! Die Nationalbank in Wien hatte jedoch Wind davon bekommen und behauptete völlig zu Recht, es handele sich bei den Scheinen um Geld und verwies unter Strafandrohung auf ihr Monopol. Dazu muss man wissen, dass die National Bank in Wien nicht etwa eine Bank des Staates Österreich war, wie der hochtrabende Name suggeriert, sondern eine ganz gewöhnliche Aktiengesellschaft, die von Privatbankiers kontrolliert wurde - wie übrigens fast alle Notenbanken auf der Welt einschließlich der mächtigen amerikanischen Notenbank „Federal Reserve System"! Die Wiener Bankiers gerieten natürlich in helle Aufregung, weil sie ihre Zinseinnahmen den Bach hinuntergehen sahen und sich gesagt haben werden: „Wehret den Anfängen!" Aber davon ließ sich der Bürgermeister zum Glück nicht beeindrucken. Er schrieb nach Wien, dass man sich lediglich mit Arbeitsbestätigungsscheinen, also Quittungen für geleistete Arbreit versorgt habe, um wichtige Arbeiten in der Stadt endlich durchführen zu können und brachte das Experiment wie geplant auf den Weg.

Die Geldausgabe an die Bevölkerung erfolgte im Gemeindeamt, die Einlösung der Scheine wie bisher in den Geschäften oder bei der örtlichen Sparkasse. Die Besonderheiten dieses Notgeldes waren natürlich erklärungsbedürftig und mussten der ganzen Bevölkerung vorher genau erläutert werden. Diese Aufgabe wurde damals von der Lokalzeitung „Wörgler Nachrichten" übernommen; und auch das ist aus heutiger Sicht eine kaum noch nachvollziehbare Sensation, denn welche Zeitung in Österreich oder Deutschland würde es heute wohl wagen, in täglichen Fortsetzungen die NWO Silvio Gesells und die Überlegenheit eines vom Zinsterror befreiten Geldes zu schildern? Weder regionale noch überregionale Zeitungen würden es heute riskieren, durch eine fundierte Zinskritik das gewaltige Anzeigengeschäft mit den Banken und Konzernen zu gefährden. Die großen Zeitungen und Zeitschriften müssen dem herrschenden Geld heute schon aus wirtschaftlichen Gründen Tribut zahlen, also so tief hinten reinkriechen, dass der Anspruch und die Behauptung vieler Zeitungen, unabhängig zu sein, nicht nur verlogen und frech, sondern einfach nur lächerlich ist. Auch in dieser Hinsicht stellte Wörgl eine bemerkenswerte Ausnahme dar, die man sich wohl nur aus der Not erklären kann.

Wichtigster Unterschied zum normalen Schilling, der in Wörgl selbstverständlich seine Gültigkeit behielt (also auch weiterhin genutzt werden konnte), war die von Silvio Gesell vorgeschlagene Gleichstellung des Geldes mit den verderblichen Waren. Es verlor also langsam an Wert und zwar genau 1% pro Monat. Wer den Arbeitswertschein länger als einen Monat ungenutzt bei sich herumliegen ließ, musste ihn auf einem der zwölf aufgedruckten Monatsfelder mit einer Wertmarke bekleben, die es im Gemeindeamt zu kaufen gab. Wer es unterließ, fand keinen Abnehmer für sein „Geld". Die Batterie eines jeden Arbeitswertscheines war sozusagen immer wieder aufzuladen und zwar spätestens am letzten Tag eines Monats. Klar, dass alle bemüht waren, die Scheine noch vor den monatlichen Stichtagen wieder loszuwerden, um dadurch dieser kostenpflichtigen und lästigen Prozedur zu entgehen.

Man weiß heute nicht, wen man mehr bewundern soll, Silvio Gesell, der genau diese Reaktion der Geldbesitzer vorausgesehen hatte oder Michael Unterguggenberger, dem dieses sozialpolitische Meisterstück in Zeiten schwerster Not gelang, denn der Freigeldversuch funktionierte auf Anhieb allen Unkenrufen aus Wien zum Trotz! Um das Experiment in Gang zu setzen und gleich mit gutem Beispiel voranzugehen, kaufte die Gemeinde Wörgl dem Wohlfahrtsausschuß (also sich selbst!) mit ganz normalen österreichischen 1000 Schilling die ersten Wörgler Arbeitswertscheine im Nominalwert von 1000 Schilling ab, um damit die ersten Löhne jener Arbeiter zu bezahlen, die jetzt im Auftrage der Stadt bei verschiedenen Projekten der Stadterneuerung endlich eingesetzt werden konnten.

Dank der vorbildlichen Aufklärung durch die Wörgler Nachrichten wurden die Arbeitswertscheine überall in den Geschäften der Stadt wie normales Geld akzeptiert, von den Geschäftsleuten allerdings überraschend schnell zum Bezahlen rückständiger Steuern verwendet, so dass die Gemeinde weitere Aufträge an Handwerksbetriebe vergeben konnte. Als jedoch nach drei Tagen von den erst 1000 ausgegebenen Schilling der Gemeinde bereits 5100 Schilling an bezahlten Steuern zurückgeflossen waren, wurde der Bürgermeister alarmiert, da sich der Buchhalter diese wunderbare Geldvermehrung nur so erklären konnte: „Da müssen bereits Geldfälscher am Werk sein!" Unterguggenberger soll darüber schallend gelacht haben. Vermutlich wird er sich damals auch die Zeit genommen haben, seinen Mitarbeitern den Zusammenhang zwischen der Geldmenge und der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu erklären (beides ist mit einander zu multiplizieren!). Da diese 1000 Schilling, die innerhalb weniger Tage fünf Mal den Besitzer wechselten, einer Wirtschaftskraft von 5 x 1000 Schilling entsprachen und somit auch 5000 Schilling Steuerschulden begleichen konnten, waren diese „schnellen" 1000 Schilling in Arbeitswertscheinen für die Wörgler Wirtschaft so wertvoll wie 5000 OriginalSchilling, die im gleichen Zeitraum nur einmal kaufend in Aktion traten! Das lästige Aufkleben der Wertausgleichsmarken verführte die Bürger von Wörgl dazu, das Notgeld immer gleich zum Einkaufen zu verwenden oder zur Sparkasse zu bringen. Der störungsfreie und kontinuierliche Umlauf der Arbeitswertscheine ermöglichte es der Gemeinde Wörgl, mit der lächerlich klein anmutenden Summe von 32.000 Schilling im Laufe von nur dreizehn Monaten enorme Aufträge an die heimische Wirtschaft zu vergeben und die Arbeitslosigkeit sensationell um 25 % zu senken, während sie im übrigen Lande (und in Europa) um weitere 10 % stieg. Die Aufzählung dessen, was durch die mutige und ungesetzliche (!) Eigenmächtigkeit des Bürgermeisters geschaffen werden konnte, macht auch heute noch sprachlos: Bau einer Skischanze (bauen Sie heute mal eine Skischanze!) Asphaltierung mehrerer Straßen, Bau einer Betonbrücke, Kanalisation des Gemeinde und Schulhauses, Einrichtung einer weiteren Notstandsküche, Umgestaltung eines Parks am Bahnhof, Modernisierung der Straßenbeleuchtung usw. Wörgl verwandelte sich in einem Meer der Verzweiflung zu einer Insel der Hoffnung in Europa. Kein Wunder also, dass Journalisten, Gewerkschaftler, Unternehmer, Professoren, und Minister aus aller Welt nach Wörgl kamen, um durch eigene Untersuchungen vor Ort eine Erklärung für dieses Wunder oder doch wenigstens ein Haar in der Suppe zu finden. Der Bürgermeister ging aber auch selbst über das Land, um in Vorträgen vor Amtskollegen aus ganz Österreich zu sprechen und trat damit eine Lawine los, die bei der Nationalbank in Wien nun endgültig die Alarmglocken schrillen ließ: 178 österreichische Gemeinden fassten den Entschluss, dem Beispiel von Wörgl zu folgen! Die Gemeinden Kirchbichl und Kitzbühl hatten bereits eigene und ebenso erfolgreiche Freigeldexperimente anlaufen lassen; in Brixen und Westendorf warteten die nicht ganz so mutigen Bürgermeister nur noch auf den Ausgang eines laufenden Gerichtsverfahrens, das Michael Unterguggenberer trotz seiner Gespräche mit dem Bundeskanzler in Wien und mit der Tiroler Landesregierung nicht hatte abwenden können.

Es wäre damals natürlich ein Leichtes gewesen, der Notlage gehorchend entsprechende Ausnahmeregeln gesetzlich zu verankern. Das wäre der Durchbruch gewesen und ohne jeden Zweifel eine Sternstunde in der Geschichte der Menschheit. Aber die Österreichische Nationalbank in Wien fand in der Tiroler Landesregierung genug Dumme, die sich vor den Karren der Wiener Privatbankiers (!) spannen ließen. Wörgl wurde wider jede Vernunft und unter Androhung von Polizeigewalt und gerichtlichen Konsequenzen gezwungen, das segensreich zirkulierende Freigeld wieder einzusammeln und zum leicht hortbaren Schilling zurückzukehren. Die Folgen ließen natürlich nicht lange auf sich warten: Arbeitslosigkeit und Not kehrten schlagartig in die Familien zurück. So mächtig wie heute war also auch schon damals das herrschende Kapital. Österreich verschlief eine der größten Chancen des 20. Jahrhunderts und bezahlte die von der Presse z.T. auch noch beklatschte Dummheit schon wenige Jahre später mit dem „Anschluss" an Nazideutschland, mit Terror, Judenmord und Krieg. Wer heute durch Wörgl schlendert und die Leute fragt, ob ihnen der Name Michael Unterguggenberger etwas sagt, wird selten fündig. Die Macht des herrschenden Geldes verfolgt ihn - wie sein großes Vorbild Silvio Gesell bis über den Tod hinaus durch wohl kalkuliertes Verschweigen und verhindert so ein allgegenwärtiges Andenken, das den Menschen in Wörgl, in Österreich und in aller Welt Hoffnung machen könnte und Verpflichtung sein würde. Es hat aus diesen Kreisen heraus auch nicht an Versuchen gefehlt, das Wunder von Wörgl nachträglich in einem etwas kleineren Licht erscheinen zu lassen. So wird beispielsweise behauptet, dass die vom Freigeld (frei, weil zinsbefreit) erzeugte Hochkonjunktur früher oder später an ihre Grenzen gestoßen und schließlich zusammengebrochen wäre. Dem steht das bis heute unwiderlegte Vermächtnis Silvio Gesells gegenüber und die Aussage des amerikanischen Ökonomen Prof. Irving Fisher, der seinen Assistenten extra nach Wörgl geschickt hatte: „Freigeld, richtig angewendet, würde die Vereinigten Staaten in drei Wochen aus der Krise herausbringen." Seine an Franklin Roosevelt gerichtete Empfehlung wurde von diesem strikt abgelehnt, obwohl die USA seinerzeit von schwerer Rezession und Massenarbeitslosigkeit gebeutelt wurden und verzweifelt nach einem Ausweg aus der Krise suchten. Doch Roosevelt, der als neugewählter Präsident der USA gerade in den 33. Grad der größten amerikanischen Freimaurerloge aufgerückt war, fühlte sich dieser höheren Macht verpflichtet und veranlasste, dass ein paar hundert über das ganze Land verteilte Freigeldexperimente schon im Keim erstickt wurden, obwohl (oder gerade weil!) sich die ersten Erfolge dieser Versuche bereits abzuzeichnen begannen.

In Wörgl hatte Gesell mit Unterguggenberger seinen Meister gefunden, dem es gegeben war, die Funktionstauglichkeit der Natürlichen Wirtschaftsordnung (NWO) erstmalig vor den Augen der ganzen Welt selbst unter schwierigsten Umständen zu beweisen. Erst die geballte Macht des tief erschrockenen Großkapitals hat den Freiwirt Michael Unterguggenberger gestoppt und diesen Pionier der Freiwirtschaft um die zum Greifen nahen Früchte seines Mutes gebracht. Möge uns schon bald sein ehrlicher Blick von Banknoten und Briefmarken entgegenleuchten; er wie kaum ein anderer hätte es verdient!

Einer, der den Sprung auf eine Banknote seines Landes längst geschafft hat, ist der österreichische Finanzminister, Nationalökonom und Zinsforscher Prof. Dr. Eugen von BöhmBawerk, der den Zins u.a. mit der Differenz zwischen dem heutigen und späteren Wert der Güter erklärte und verteidigte. Silvio Gesell hat ihn zwar schon 1913 widerlegt (siehe Band 7 und 8 der gesammelten Werke Gesells), aber mit seinem Hauptwerk „Geschichte und Kritik der KapitalzinsTheorien" war der Zinsverharmloser und Zinsverherrlicher BöhmBawerk längst zur uneinnehmbaren Festung der Kapitalisten aller Länder (vereinigt euch) geworden. In der Frankfurter Allgemeinen, dem kapitalsten aller deutschen Blätter für das ungenierte Zinsnehmen, wurde vor einiger Zeit in großen Anzeigen jener Zinseszinsler gedacht, die das ominöse Werk von BöhmBawerk bisher nur in der leinengebundenen Ausgabe in der staubgeschützten Vitrine stehen hatten. All denen kann jetzt aber geholfen werden, weil das für die Rechtfertigung des Zinses offenbar immer noch unverzichtbare Werk nun endlich auch in einer repräsentativen schweinsledernen Luxusausgabe mit Goldschnitt, Schuber und Echtheitszertifikat zu haben ist. Ich bin ja kein Psychologe, leider; aber wenn ich einer wäre, würde ich mir diese Schweinelederpracht wie das Pfeifen im Walde erklären. Hat nicht auch die DDR zum 40. Jahrestag ihrer Staatsgründung (und kurz vor ihrem Untergang) noch einmal besonders tief empfundene Jubelfeiern arrangiert und Briefmarken herausgegeben, die in ihrer Prächtigkeit für die Ewigkeit gemacht zu sein schienen?

 

 


 

Zusammenfassung des 6. Kapitel .

 

a) Obwohl sich der große Erfinder Edison eine drahtlose Telegraphie nicht vorstellen konnte, feierte diese Technik schon kurz darauf Triumphe.

 

b) Das Experiment von Wörgl konnte gestartet und durchgeführt werden, weil der Bürgermeister Unterguggenberger zuvor Silvio Gesell gelesen hatte und von der Wirksamkeit der NWO nicht nur selbst überzeugt war, sondern auch andere davon überzeugen konnte. Was für ein Vorbild!

 

c) Ohne den Mut und die Risikobereitschaft des Bürgermeisters Unterguggenberger hätte „das Wunder von Wörgl" nicht stattfinden können. Normalerweise neigen Bürgermeister dazu, sich vor dem Geßlerhut Dienst nach Vorschrift zu verneigen.

 

d) Obwohl die DDR ihren 40. Jahrestag besonders feierlich und pompös zelebrierte, war sie schon kurz darauf für immer von der Bildfläche verschwunden. Daran denke, wer sich das Ende der Zinswirtschaft nicht oder noch nicht vorzustellen vermag!

 


Zusammenfassung des 7. Kapitel .

 

a) Das von Politik und Wirtschaft angestrebte ständige Wirtschaftswachstum ist im Hinblick auf das dicke Ende hochgradig kriminell und aus freiwirtschaftlicher Sicht so überflüssig und vermeidbar wie ein von Zahnstein verursachter Mundgeruch.

 

b) Die Ursache des Wachstumszwangs ist der Zins!

 

c) Die Kumpanei der Medien mit den Finanzgewaltigen vor und hinter den Kulissen ist für den Fortbestand der Demokratie so riskant wie das Hirn von BSERindern in der Bratwurst.

 

d) Wenn vorhersehbar ist, dass ein ungeübter Bergsteiger mit Sicherheit abstürzen wird, muss man ihm regelrecht wünschen, dass der Absturz möglichst früh erfolgt, jedenfalls bevor er eine tödliche Fallhöhe erreicht hat. Noch besser wäre freilich, man würde ihn daran hindern, in die Schuldenwand zu steigen.

 

e) Der Staat und die großen Städte wie z.B. Berlin verhindern ihren Absturz in die totale Zahlungsunfähigkeit durch den verhängnisvollen Trick, den bevorstehenden Bankrott mit Hilfe von „Neuschulden" immer wieder hinauszuzögern. Da sie dabei jedoch weiter an Höhe gewinnen und die ganze Bevölkerung als Geisel mit am Seil hängen haben, hätten Rettungsaktionen längst eingeleitet werden müssen. Die absehbaren Aussichten beschreibt Silvio Gesell wie folgt: „Und das Ende kann nur wieder Krieg sein!"

 

f) Den Schulden des Staates, der Städte und der Wirtschaft stehen Guthaben in exakt gleicher Höhe (!) gegenüber, die den Gläubigern ohne Arbeit unermessliche Zinseinkommen in die Tresore schaufeln.

 

g) Da auch diese Zinsmilliarden immer gleich wieder „angelegt" werden müssen, werden in Ermangelung einer ausreichenden Geldnachfrage seitens der Wirtschaft ständig neue Geldgräber gesucht, in denen der Staat das ihm aufgedrängte Geld der Zinserpresser mehr oder weniger sinnvoll verbraten kann. So bleibt das Geld teils in der Wirtschaft und außerdem schön knapp und kann somit erneut (!) den Knappheitspreis erzielen, d.h. den Zins in der gewünschten Höhe „hecken".

 

 


Zusammenfassung des 8. Kapitel .

 

a) Sowohl der Wachstumszwang, der die Umwelt ruiniert, als auch die Umverteilung des Geldes von den Arbeitenden zu den Geldbesitzenden, die den sozialen Frieden zerstört, sind ganz normale, d.h. systembedingte Begleiterscheinungen der kapitalistischen Zinswirtschaft.

 

b) Wess Brot ich ess, des Lied ich sing: EZBDirektor Prof. Issing gab sich bei der Verteidigung und Verharmlosung des Zinses große, doch vergebliche Mühe: 17 Autoren der Freiwirtschaft zeigten ihm die rote Karte.

 

c) In zwei bis fünf Jahren könnte die Arbeitslosigkeit für immer der Vergangenheit angehören.

 

d) Fernseh und Zeitungsredakteure dürfen nach Herzenslust Skandale aufdecken und damit eine vermeintliche Pressefreiheit vortäuschen. Sobald aber das Tabuthema Zinswirtschaft auf der Tagesordnung steht, beginnt „das Schweigen der Lämmer."

 

e) Während die Presse ganz allgemein dazu neigt, noch den leisesten Pupser zu erschnüffeln, „überriecht" sie weisungsgemäß den jährlichen Gestank der BilderbergKonferenzen. 1971 wurde Deutschland durch das Insiderwissen einiger Teilnehmer der BilderbergKonferenz in Woodstock (USA) um mehrere Milliarden DM geschröpft. Diese „Valutaschweine" wurden damals von der Deutschen Bundesbank anstandslos bedient. Für die Verharmloser der BilderbergKonferenzen ist das „ein unverbindlicher Gedankenaustausch"!

 

f) Gibt es einen „geheimen Staatsvertrag" von 1949, in dem festgelegt ist, dass die Siegermächte des 2. Weltkrieges die Hoheit über die deutschen Zeitungs und Rundfunkmedien bis zum Jahre 2099 (!) haben? Die Dienstbeflissenheit, mit der deutsche Bundeskanzler kurz vor und gleich nach ihrer Wahl in Washington „antreten" und die traurige Tatsache, dass uns noch immer ein Friedensvertrag vorenthalten wird, lässt das Schlimmste befürchten.

 

g) Erfolg und hohes Ansehen eines Presseorgans haben sich schon immer gut missbrauchen lassen.

 

h) Wenn Leserbriefe nicht abgedruckt werden und

Redakteure auf Protestschreiben und Denkschriften nicht reagieren, bleibt uns noch immer die sorgfältig inszenierte AboKündigung

 

 


Zusammenfassung des 9. Kapitel .

 

a) Wer den dauerhaften Frieden fordert - wie z.B. die Kirchen, darf das Übervölkerungsproblem der Erde, d.h. die Tragfähigkeit des nutzbaren Ackerbodens sowie die Verfügbarkeit von Trinkwasser nicht länger ignorieren.

 

b) Unvermehrbares Land sollte der Mensch nicht besitzen, sondern nur nutzen wollen. Es sollte daher wie Vogelgezwitscher, Blütenduft und Atemluft frei verfügbar sein, aber niemals verkauft werden können.

 

c) Von Anfang an sind stichhaltige Argumente gegen die Geld und Landreform Silvio Gesells gesucht, aber nie gefunden worden.

 

d) Unter den Gegnern dieser Reformbewegung ist es deshalb zu einer Arbeitsteilung gekommen, die sich „bewährt" hat: Die einen halten eisern am Totschweigen fest (Kapital, Presse, Politik), die andern bedienen sich besonders niederträchtiger Methoden, indem sie beispielsweise im Internet Silvio Gesell und die Gesellianer verunglimpfen (linksradikale „Antifaschisten", orthodoxe Kommunisten).

 

 


Zusammenfassung des 10. Kapitel .

 

a) Auch Einwanderungspolitik ist marktwirtschaftlichen Gesetzen unterworfen: Reich schlägt arm, jung schlägt alt und gesund schlägt krank. Anstatt den Zuzug zu begrenzen, sollte er an seiner Quelle durch Wohlstand (allgemeine Zufriedenheit) überflüssig gemacht werden. Mein Gott, wir Deutschen wandern doch auch nicht nach Afrika aus!

 

b) Der Mensch ist gut genug. Die Krone der Schöpfung bedarf also keiner weiteren Zacken. Wenn es etwas zu verbessern gilt, dann sind es die Lebensbedingungen, unter denen ein Zehntel der Menschheit zu leben und neunzig Prozent zu leiden haben.

 

c) Unsere Ansprüche (Nahrung, Mobilität, Urlaub etc.) sind noch immer im Steigen begriffen, obwohl sie aus Gründen der Solidarität mit den Ärmsten der Welt und im Hinblick auf die Umwelt zu einem moderaten Sinkflug ansetzen müssten.

 

d) So lange die Medien als Steigbügelhalter des Kapitals in Erscheinung treten, indem sie die NWO durch das „bewährte" Mittel des Totschweigens unterdrücken, kommen wir keinen Schritt voran. Hier - und nirgendwo sonst ist der Hebel anzusetzen!

 

e) Wo heute noch die fehlende Altersabsicherung durch Kinderreichtum ersetzt werden muss, wird der durch die NWO ausgelöste allgemeine Wohlstand voraussichtlich im Laufe nur einer Generation die Übervölkerung gewaltfrei, also human, beenden.

 

 


Zusammenfassung des 11. Kapitel .

 

a) Reiche werden systembedingt immer reicher und nicht etwa auf Grund einer speziellen Begabung oder Tüchtigkeit. Aus dem gleichen Grunde werden Arme immer ärmer (und zahlreicher!) und dies in der Regel nicht durch eigenes Versagen oder Verschulden. Die Kluft zwischen arm und reich wird somit zwangsläufig d.h. systembedingt immer größer.

 

b) Die Angst, eine Möglichkeit zum schnellen Reichtum verpassen zu können, treibt auch Rentner, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger in die Vortragssäle der Abzocker und Scharlatane. Sie blättern _ 350 für eine Eintrittskarte hin, um nach der Vorstellung festzustellen, dass sie auf eine besonders unterhaltsame Weise verarscht worden sind.

 

c) Der Mangel an Mut in der Bevölkerung ist die Voraussetzung für den Ausbeutungserfolg der Zinseszinsler. Also kann es kaum eine sinnvollere Aufgabe geben, als das Mutigwerden zu erlernen und das Mutigsein bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu üben.

 

d) Die Kirche gehört als Gralshüter der Moral und der sozialen Gerechtigkeit auf den Prüfstand. Helfen wir ihr, den unübersehbaren Nachholbedarf beim Mutigsein (gegenüber dem Großkapital und den Medien) zu erkennen. Einen praktikablen Einstieg in diese Hilfestellung könnte die ApfelBriefAktion „Kirche" sein.

 

e) Die Sehnsucht nach einem Leben in Würde und Gerechtigkeit für alle wird ohne eine Land und Geldreform nur ein frommer Wunsch bleiben.

 

f) Überall klagen uns ungenutzte Möglichkeiten an, die NWO und Silvio Gesell ins Gespräch zu bringen. Sorgen wir dafür, dass am Ende ein ehrenvoller Freispruch steht!

 

g) Viele Mitglieder der Umweltverbände BUND und NABU (zusammen etwa 500 000 Mitglieder) sehen inzwischen ein, dass ein unaufhörliches Wirtschaftswachstum und der Wachstumszwang für Mensch und Natur nur in einer Katastrophe enden kann. Aus noch nicht ganz geklärten Gründen werden die Ursachen dieser katastrophalen Entwicklung von den Vorständen und den Mitgliedszeitschriften der Naturschutzverbände jedoch tabuisiert. Mit einer ganz speziellen ApfelBrief und InternetAktion werden wir auch dieses Problems zu lösen versuchen.

 

h) Auch die Träger roter Roben haben allen Anlass, über die Schamröte nachzudenken.

 


Zusammenfassung des 12. Kapitel .

 

a) Wie eine wunderschöne neue Melodie, die gleich nach Bekanntwerden der ganzen Welt gehört, wird sich die NWO nicht auf ein Land beschränken lassen. Darum reicht es, wenn ein Land mit gutem Beispiel erfolgreich vorangeht.

 

b) Das Geld gehöre - wie die Autobahn - dem Staat, der es der ganzen Bevölkerung zinslos (doch keineswegs völlig kostenlos) zur Verfügung zu stellen hat.

 

c) Statt dessen das Geld den Geschäftsbanken gegen Zinsen zu „verkaufen" und diesen zu erlauben, das von vornherein als Schuldgeld auftretende Geld der Wirtschaft und der Bevölkerung gegen möglichst hohe Zinsen zur Verfügung zu stellen, ist in Anbetracht der bekannten Folgen volkswirtschaftlicher Unsinn.

 

d) Eine Währung hat zu währen. Bei unveränderlicher Kaufkraft lohnt sich das Sparen - auch ohne Zinsgeschenke. Die Zinsgeilheit der Bevölkerung ist eine Folge der von der Bundesbank veranlassten allmählichen Geldentwertung. Also versuchen alle, den Wertverlust der Spareinlagen durch möglichst hohe Zinsen oder Renditen zu kompensieren.

 

Für Länder wie Indien wird es eng. Der Katastrophenfall muss dort nicht mehr an die Tür klopfen, der ist bereits eingetreten. Dieser „Hausfriedensbruch" lässt sich weder moralisch noch militärisch lösen. Mit der NWO ließe sich der ungebetene Gast ein für alle mal vertreiben. Mit der NWO wäre das übervölkerte Indien noch zu retten. Noch!

 

 


Zusammenfassung des 13. Kapitel .

 

a) Der Mensch ist gut genug. Nicht ihm müssen die faulen Zähne gezogen werden, sondern der Zinswirtschaft, die uns von Etikettenschwindlern noch immer als „soziale" Marktwirtschaft verkauft wird.

 

b) Die japanische Wirtschaft pfeift selbst bei einem Zins um Null % noch aus dem letzten Loch, weil sie den Konsumenten und Spekulanten das Schlupfloch der Geldzurückhaltung offen lässt. Anstatt nun dieses Geld mit einer Umlaufgebühr schnell wieder in den Wirtschaftskreislauf zu zwingen, raten japanische Wirtschaftswissenschaftler ihrer Regierung statt dessen Weltbankkredite aufzunehmen, die das Land unnötigerweise über den Zins noch weiter ausplündern wird und nur die Zinsschmarotzer jubeln lassen.

 

c) Nach Ansicht von Prof. Dr. Felix Binn gleicht die Wirtschaftswissenschaft einem Wagen, der mit dreieckigen Rädern ausgerüstet wurde. Das japanische Beispiel zeigt, dass sich daran bis heute nicht allzu viel geändert hat.

 

d) Zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, Armut, Hunger und Kältetod sind Vorstufen für Fanatismus, Terror und Krieg. Wer diesen Teufelskreis durchbrechen will, kommt an der sozialen Gerechtigkeit für alle nicht vorbei. In dieser Situation den Amerikanern Geld und deutsche Soldaten anzubieten, kommt einer Einladung an Terroristen gleich, sich hier bei uns in Deutschland nach geeigneten Möglichkeiten des Aktivwerdens umzusehen.

 

Italien hat sich bei den Zinskassierern so hoch verschuldet, dass die gesamten Einnahmen aus dem gewaltigen Tourismusgeschäft für die Kapitalbedienung (Zinsen!) verschwen det werden müssen aber schon bald nicht mehr reichen werden, weil sich die Schuldenspirale systembedingt unaufhörlich weiterdreht.

 

 


14. Kapitel .

Eines der frappierendsten Kapitel dieses Buches ist zweifellos „Das Ei des Columbus“. Hermann Benjes schildert darin das in Deutschland bisher noch weitgehend unbekannte Steuergerechtigkeitsmodell des schwedischen Sozialreformers Karl Gustafson. Mitarbeiter/innen der Finanzämter, insbesondere die der Finanzministerien werden schon nach wenigen Seiten dieses Kapitels zu der erschreckenden Erkenntnis gelangen, dass sie schon bald genau so überflüssig sein werden wie jene 98 % aller Steuerberater, die heute satt, nichtsahnend und zufrieden an den Fleischtöpfen eines wahnsinnig komplizierten und ungerechten Steuersystems kleben und rülpsen.

 

Das Ei des Columbus

Mit der Entdeckung Amerikas durch den italienischen Seefahrer Christoph Columbus stieg der Ruhm dieses Mannes am Hofe der spanischen Königin Isabella I. weit über jenes Maß hinaus, das seine Neider und die Schmeichler der Königin einem Ausländer gerade noch zubilligen konnten. Um die Gunst der Königin nicht zu verlieren, gaben sie die Parole heraus, mit einer gut ausgerüsteten Flotte hätten natürlich auch sie den Seeweg nach Indien (Amerika!) gefunden. Anlässlich eines Empfangs, zu dem der Kardinal Mendoza Columbus und seine Gegner bei Hofe eingeladen hatte, setzte Columbus dieser Herabwür-digung seiner historischen Leistung eine nicht weniger dreiste Behauptung entgegen: Seinen Gegenspielern &endash; so ließ er verbreiten - fehle für eine vergleichbare Entdeckertat eine seltene, doch ausschlaggebende Fähigkeit. Natürlich waren die persönlich gemeinten Gäste des Kardinals außer sich vor Zorn, zumal Columbus darauf bestand, diesen bedeutsamen Unterschied nicht etwa in Worte zu kleiden, sondern mit Hilfe eines Experiments vor aller Augen in Erscheinung treten zu lassen! Alles, was er dazu benötige, sei ein Tisch mit einer spiegelblanken Marmorplatte - und ein Hühnerei. Der Kardinal ließ beides herbeischaffen.

Unter den Augen seiner Eminenz und der hohen Gäste versuchte nun einer nach dem andern die von Columbus gestellte Aufgabe zu lösen: Das Ei auf seine Spitze zu stellen! Wie nicht anders zu erwarten, wollte dies keinem der stolzen Admirale und Kapitäne der spanischen Flotte gelingen. Wie sehr sie sich auch bemühten, das Ei fiel immer wieder um und kullerte - naturgesetzlichen Regeln gehorchend - auf die Seite. Dann trat Columbus erhobenen Hauptes an den Marmortisch. Er nahm das Ei, schlug es mit der Spitze auf die Marmorplatte, und siehe da &endash; es stand! In heller Empörung über diesen faulen Trick behaupteten nun natürlich alle, das ebenfalls zu können. Sinngemäß soll Columbus darauf erwidert haben: Ja, aber erst nachdem ich es euch vorgemacht habe!

Sein spektakulärer Auftritt konnte natürlich nur gelingen (und der Königin umgehend hinterbracht werden), weil dem Kardinal und seinen Gästen im Gegensatz zu Columbus offenbar nicht bekannt war, dass diese berühmte „Eierprobe“ schon Jahrzehnte zuvor vom florentinischen Architekten Brunelleschi (1377-1446) mit ähnlich großem Erfolg eingesetzt worden war, um einem zögernden Auftraggeber die Über-legenheit seiner berühmten Kuppelgewölbe zu demonstrieren. Während sich Brunelleschi seinerzeit auf die der Statik innewohnenden Naturgesetze der Eiform verließ, nutzte Columbus die „Eierprobe“ zur Unterstreichung seiner Pfiffig-keit in scheinbar auswegloser Lage.

Seit 500 Jahren ist „das Ei des Columbus“ zum Synonym frappierend einfacher Lösungen geworden. Weil sich diese aber bei näherer Betrachtung oft genug als Scheinlösungen entpuppten, ist der Begriff zumindest unter Wissenschaftlern in Verruf geraten; besonders dann, wenn einem Außenseiter gelingt, was eigentlich Aufgabe der Wissenschaft gewesen wäre. Das wird dann auch schon mal richtig übel genommen. Kein Wunder also, dass der schwedische Sozialreformer und Steuerexperte Karl Gustafson die ihm gebührende Beachtung und Anerkennung noch immer nicht gefunden hat. Der Seiteneinsteiger Gustafson glaubt, so ein seltenes „Columbi ägg“ gefunden zu haben; und ich glaube das inzwischen auch, sonst würde ich es hier ja nicht vorstellen. Von nur wenigen Mitstreitern in Skandinavien, Deutschland und Polen unterstützt, versucht er seit ca. 30 Jahren, das renovierungs-bedürftige schwedische Steuer- und Sozialsystem zu reformieren.

Wer in der Länge dieses bisher so erfolglosen Kampfes (der natürlich auch gegen ideologische und parteipolitische Windmühlen geführt werden musste) einen Mangel in seinen wegweisenden Ideen zu erkennen glaubt, der sei daran erinnert, wie lange die Frauen in der Schweiz auf ihr Wahlberecht warten mussten und seit wie vielen Jahren (es sind jetzt 100!) die Gesellianer schon auf den Durchbruch der Natürlichen Wirtschaftsordnung (NWO) warten! Wer immer glaubt, sein verblüffend einfaches Konzept widerlegen zu können, der möge es doch tun, schlägt Karl Gustafson vor. Bis heute ist dies keinem gelungen.

Alle bisherigen ökonomischen Theorien haben laut Gustaf-son einen fundamentalen Systemfehler. Ihnen fehle eine natur-gesetzliche &endash; also unumstößliche &endash; Wertbasis. Er dagegen stellt seine Theorie auf das Fundament einer Naturkonstante, um sie festen Regeln unterwerfen zu können, die sich nicht von wechselnden Mehrheiten, Gruppeninteressen oder gekauften Experten beeinflussen lassen. Diese Konstante ist die uns täglich zur Verfügung stehende Zeit innerhalb einer Erd-umdrehung (= 24 Stunden)! Daher nennt er sein System „Tids-faktor-ekonomie“ (Tfe), also zu deutsch: Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ). Darin ist vorgesehen, die von allen (!) am Wirtschaftsleben teilnehmenden Personen und Gruppen zu erhebenden Steuern auf eine einheitliche Wertbasis zu stellen und zwar auf die der physischen Zeit, wie Gustafson es ausdrückt. Zur Erinnerung: Heute ist es üblich, dass sich z.b. der Lohn eines Arbeitnehmers mit der größten Selbstver-ständlichkeit aus den Faktoren geleistete Arbeitsstunden und vereinbarter Stundenlohn zusammensetzt. Mit einander multi-pliziert erhalten wir als Produkt den Stunden-, Wochen- oder Monatslohn (= Zeitlohn). Daran soll und wird sich auch nichts ändern, leuchtet doch schon jedem Schulkind ein, dass eine derartige Vergütung für den Arbeitnehmer gerecht und für das Finanzamt überschaubar ist. Da die so ermittelten Einkommen progressiv besteuert werden (Beziehern kleiner Einkommen wird prozentual angeblich weniger an Steuern abgezwackt), hält man diese Lösung für „sozial gerecht“, obwohl den Beziehern großer Einkommen die Möglichkeit geboten wird, der progressiven Besteuerung teilweise oder sogar ganz zu entgehen!

Das behalte man im Auge, wenn wir jetzt bei der Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) ins Detail gehen. Den Stundenlohn der Arbeiter mit der Zahl der geleisteten Stunden zu multiplizieren, ergibt also den Bruttolohn, und das ist in der Tat durchschaubar und gerecht. Warum &endash; so fragt der Schwede Gustafson &endash; ist dann das Steuersystem nicht auch so einfach, klar und gerecht? Und er findet auch die Antwort auf diese erstaunlich selten gestellte Frage: Unser Steuersystem ist ungerecht, ja es muss ungerecht sein, weil es den Faktor Zeit eben nicht berück-sichtigt und statt dessen schwammige und zutiefst ungerechte, sich häufig sogar ändernde Prozentzahlen ins Spiel bringt, die je nach Wahlausgang, Konjunktur und Ansicht der gewählten Regierung dem Druck der jeweiligen Lobbyisten mal nach oben, mal nach unten „angepasst“ werden. Das ist nicht nur ungerecht und kontraproduktiv, wie wir noch sehen werden, sondern das reinste Gift für ein friedliches Zusammenleben, weil die Gewinner immer schon vorher feststehen: Die Mächtigen, die Finanzgewaltigen, „die mit dem Durchblick“; also jene Privilegierten, die sich Fluchtgeldberater leisten können. Das sind besonders tüchtige Steuerberater, die dafür bezahlt werden, Reiche völlig legal arm zu rechnen. Wer sich die verheerenden Auswirkungen dieses Herumfuschens an der sozialen Gerechtigkeit nicht vorzustellen vermag, überlege sich doch mal, was wohl passieren würde, wenn diese Leute statt an der Prozentschraube an der Zeitschraube drehen würden!

Man stelle sich vor, betuchte Steuerflüchtlinge würden mit Hilfe der Regierung in die Lage versetzt, die Rotations-geschwindigkeit der Erde ganz nach Bedarf heute etwas zu bremsen und morgen bedarfsgerecht zu beschleunigen! Wer sich die katastrophalen (klimatischen) Folgen eines solchen Wahnsinns vorstellen kann, wird die zuverlässige Abfolge von Tag und Nacht um so höher einzuschätzen wissen und bekommt eine erste Vorahnung von den Wohlfahrtswirkungen der von Karl Gustafson vorgesehenen „Zeitsteuer“.

Um seine frappierenden Erkenntnisse begreiflich und vor allem handhabbar zu machen, führt Gustafson den überaus nützlichen, aber gewöhnungsbedürftigen Begriff „Steuer-stunde“ ein. Das ist jener Teil der Tagesarbeitszeit, den alle Arbeitnehmer, aber natürlich auch alle Arbeitgeber, Freiberuf-ler und selbst Aktionäre (!) bereit sein müssen, dem Staat bzw. dem Finanzamt zur Verfügung zu stellen. War es bisher üblich, dem Staat einen windelweich festgelegten und darum höchst unterschiedlichen Geldbetrag zu opfern, der sich bei Beziehern hoher Einkommen trotz der angeblich sozialen Progression mit Hilfe von Fluchtgeldberatern bis auf den Nullpunkt herunter-rechnen lässt, soll nach den Vorstellungen des Schweden eine unüberbietbar exakte, gerechte (!) und für alle Bürger geltende Zeitsteuer das Ende der Selbstbedienung und Steuerbetrüg-ereien herbeiführen.

Die Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) von Karl Gustafson sieht also vor, dass jeder Teilnehmer am Wirtschaftsleben dem Staat eine Zeitsteuer entrichtet, die seinem rechnerischen Stunden-lohn - multipliziert mit der amtlich festgelegten „Steuer-stunde“ (!) - exakt entspricht. Vorausgeschickt sei, dass in dieser Steuer eines Tages alle Abgaben wie z.B. Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung enthalten sind. Gehört der verbleibende Nettolohn dann aber auch wirklich zu 100% den Empfängern? Zunächst leider noch nicht, denn die in den Preisen und Mieten nach wie vor versteckten Zinskosten werden uns noch eine Weile erhalten bleiben und sich natürlich erst mit Hilfe der Natürlichen Wirtschaftsordnung (NWO) allmählich, dann aber drastisch und schließlich ganz reduzieren lassen. Ich könnte mir aber vorstellen und ich hoffe, dass die ZfÖ von Karl Gustafson die Aussichten auf Einführung der NWO Silvio Gesells in Deutschland und in Europa deutlich verbessert und den toten Punkt überwinden hilft, der zu einem Dauerproblem geworden ist, weil in der NWO-Bewegung die Ratlosigkeit im Hinblick auf die Einführung der NWO nach so vielen Jahren vergeblichen Bemühens in Resignation und Verzweiflung umzuschlagen droht. Für mich liegt auf der Hand, dass sich NWO und ZfÖ wunderbar ergänzen! Um es salopp auszudrücken: Dieser Schwede hatte uns gerade noch gefehlt! Wie hat man sich die ZfÖ in der Praxis nun vorzustellen?

Dazu ein Beispiel: Ein Bauarbeiter habe einen Bruttover-dienst von Ä 13 pro Stunde. Bei einem 8-Stunden-Tag beträgt sein Bruttoeinkommen also 8 x 13 = Ä 104 pro Tag. Was bleibt ihm nach Abzug der Zeitsteuer? Das hängt von der für alle (!) geltenden Steuerstunde ab, die das Finanzministerium in enger Abstimmung mit Gewerkschaften, Arbeitgebern und Haus-haltsexperten in diesem Jahr auf sagen wir mal 3,19 festgelegt hat. Das besagt: Dieser Bauarbeiter „opfert“ (wie alle anderen Teilnehmer am Wirtschaftsleben!) 3,19 Stunden seines 8 Stunden-Tages der Steuer = 3,19 x 13 = Ä 41,47 pro Tag für den Staat. Der Rest, also 8 - 3,19 = 4,81 x 13 = Ä 62,53 gehört ihm. Er zahlt also in diesem Beispiel 39,88 % an „Steuern“. Wem das zu hoch erscheint, der hat natürlich zu bedenken, dass Krankenversicherung, Arbeitslosen- und Renten-versicherung darin bereits enthalten sind. Seinem Vorgesetzten, einem leitenden Bauingenieur mit einem rechnerischen Stundenlohn von Ä 54,00 wären demnach 3,19 x 54 = Ä 172,26 an Steuern pro Tag vom Lohn abzuziehen. Man beachte, dass beide &endash; trotz unterschiedlicher Einkommen - dem Staat die gleiche Zeitspanne ihres Lebens zu opfern haben, nämlich 3,19 von 8 Arbeitsstunden pro Arbeitstag. In der Budgetplanung des Finanzministeriums müsste künftig also nur noch der Landesdurchschnitts-Stundenlohn statistisch ermittelt werden, um mit der folgenden Berechnung, die auch schon begabten Grundschülern übertragen werden könnte, die für alle (!) gültige „Steuerstunde“ des jeweiligen Jahres zu ermitteln. Der Finanzminister meldet beispielsweise für das kommende Jahr einen Bedarf von 369 Milliarden EURO an lässt sich diesen Betrag vom Parlament genehmigen und teilt diese gewaltige Summe durch eine Milliarde! Die so erhaltene Zahl 369 teilt er anschließend durch den aktuellen Landes-Durchschnitts-Stundenlohn, in den selbstverständlich auch die „Stundenlöhne“ aller Aktionäre, Millionäre und Milliardäre eingerechnet sind! Das Resultat dieser einfachen Rechen-operation ist die für alle geltende und durch nichts zu erschütternde „Steuerstunde“, die im kommenden Jahr exakt darüber entscheidet, wie viele Stunden des Arbeitstages für die Steuer zu berappen sind!

Wer &endash; wie ich z.B. &endash; von Natur aus etwas „schwer von Begriff“ ist, möge bitte nicht schon an dieser Stelle verzweifeln oder durch voreilige Besserwisserei sich das Nach- und Weiterdenken ersparen, denn nicht alles unter der Sonne kann bei allen auf Anhieb einen geistigen Orgasmus durch das fernsehträge Gehirn rasen lassen. Auch ich habe bei der ZfÖ erst einmal tüchtig schlucken müssen. Richtig hart wird es natürlich für diejenigen, die auch noch in der Dämmerung mit einer ideologischen Sonnenbrille am Steuer sitzen und den Verkehr zusätzlich mit einem sozialpolitischen Brett vor dem Kopf gefährden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass z.B. die stolzen Erfinder und Befürworter der Ökosteuer erkennen, dass ein prüfender Blick durch die Klarsichtbrille von Karl Gustafson auf das Thema Steuergerechtigkeit (!) nicht schaden könnte.

Wenn die Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) also fordert, dass alle Arbeitnehmer (und selbstverständlich auch alle Arbeitgeber, Freiberufler und Aktionäre) eine gleichlange Zeit ihres Arbeitslebens der Steuerbehörde zur Verfügung stellen, dann schwingt da natürlich auch die bisher völlig aus dem Blickfeld geratene Tatsache mit, dass allen Menschen nur eine ganz bestimmte Zeit auf Erden und nur dieses eine Menschenleben zur Verfügung steht! Niemand soll also künftig gezwungen sein, sich eine überdurchschnittliche Zeitspanne seines Lebens rauben bzw. einfach wegsteuern zu lassen &endash; wie das heute unbeanstandet der Fall ist!

Wie sieht es in der ZfÖ mit der Besteuerung von Über-stunden aus? Dazu ein Beispiel: Ein Bäckergeselle habe einen Stundenlohn von Ä 10. Bei einem 8-Stundentag hätte er also einen Bruttoverdienst von 8 x 10 = Ä 80 pro Tag. An Steuern werden fällig 3,19 x 10 = Ä 31,90 pro Tag. Sein Nettoeinkommen beträgt demnach pro Tag 80,00 &endash; 31,90 =

Ä 48,10. Damit hat er sein Zeitopfer gegenüber Staat und Gesellschaft zu 100% erfüllt. Und die Überstunden? Die bleiben dann selbstverständlich steuerfrei! Wer seine Steuerpflicht gegenüber dem Staat zu 100% erfüllt, wie in diesem Beispiel, bei dem wird die Überstundenvergütung zu einem ungeschmälerten Zusatzeinkommen. Das ist dann zu 100% sein Geld! Von den Überstunden bekommt der Finanzminister also nichts. Das will der übrigens auch gar nicht, und das muss er auch nicht, nein, er darf es nicht, wurde in diesem Beispiel doch gerade erst im Bundestag beschlossen, dass jeder Steuerzahler genau 3,19 Stunden pro Arbeitstag zur Ader gelassen werden darf und keine Sekunde länger! Wenn es also dem Bäckergesellen Spaß macht, nach Feierabend &endash; und meinetwegen bis in die Nacht hinein - in seinem vorbildlich gepflegten Taubenschlag traumhaft schöne Raritäten zu züchten, die ihm auf Rassegeflügelschauen gegen ansehnliche Sümmchen aus den Händen gerissen werden, dann ist das sein ungeschmälerter Verdienst, um den sich der Finanzminister sozusagen einen Taubendreck zu kümmern hat! Begrenzt wird dieser „Preis für Fleiß“ erst dann, wenn das normale Arbeitsverhältnis betrügerisch, also nur aus Steuerspargründen pro forma, beibehalten wird, um ein wesentlich höheres „Nebeneinkommen“ steuerfrei kassieren zu können.

Wie hat man sich in der Zeitfaktor-Ökonomie die Besteue-rung von Gewerkschaftsbossen oder Bankdirektoren vorzu-stellen, die am Jahresende mit vorschlagsweise Ä 420 000 nach Hause kommen? Wie schon gesagt unterliegen auch sie dem gesetzlichen Beschluss, pro normalem Arbeitstag mit dem 3,19-fachen ihres rechnerischen Stundenlohnes blechen zu müssen. Da Besserverdienende meist mit Monatsgehältern entgolten werden und Überstunden in der ZfÖ grundsätzlich nicht besteuert werden, wird das familienfreundliche Jahres-einkommen von Ä 420 000 zunächst durch die Zahl geteilt, die den amtlich ermittelten Durchschnitts-Arbeitsstunden aller Werktätigen pro Jahr entspricht. So ganz ohne Taschenrechner geht es also auch hier wieder nicht. Angenommen, die statistisch festgestellte Zahl der Arbeitsstunden pro Jahr läge im Durchschnitt bei 1660 Stunden, dann wäre die spannende Frage, was diese Leute wohl so in der Stunde verdienen, schnell ermittelt: Ä 420 000: 1660 = Ä 253,01 pro Stunde! Alle Achtung (in meiner norddeutschen Heimat würde man Donnerlütsch sagen)! Dieser respektable Stundenlohn wäre nun nur noch &endash; wie beim Bäckergesellen &endash; mit der amtlichen Steuerstunde (= 3,19) zu multiplizieren, und schon haben wir Einblick in das, was der Finanzminister von diesen feineren Herrschaften pro Arbeitstag zu erwarten hätte, nämlich 253,01 x 3,19 = Ä 807,10. Es verbleibt den zur Ader Gelassenen also deutlich weniger als heute, wo sie im Windschatten eines tüchtigen Steuerberaters herzlich wenig oder gar keine Steuern zahlen.

Bevor ich darauf eingehe, wie ein paar (zum Glück nicht maßgebliche) Vertreter der deutschen Freiwirtschaftsbewegung auf das schwedische Steuergerechtigkeitsmodell reagiert haben, sei zusammenfassend also noch einmal darauf hinge-wiesen, dass Spitzenverdiener in Deutschland (mit Hilfe von Steuerberatern) dazu neigen, sich ihrer Steuerpflicht auf legalem (!) oder illegalem Wege zu entziehen. Laut SPIEGEL zahlen dann beispielsweise Einkommensmillionäre wie z.b. ein dort genannter Chefarzt, an Steuern nicht etwa Ä 800 oder mehr pro Tag, sondern pro Jahr! Es kommt sogar vor, dass diese Unersättlichen gar keine Steuern zahlen oder &endash; wie in Bad Homburg vor einigen Jahren geschehen &endash; sich vom Finanzamt mit einer Gratifikation von ca. 100 000,- EURO auf das Angenehmste überraschen lassen. Derart zum Himmel stinkende Steuerverkürzungen, Steuerhinterziehungen und Verhöhnungen (!) ehrlicher Steuerzahler, wie sie in Deutschland und Schweden an der Tagesordnung sind, reißen natürlich große Milliarden-Löcher in den Finanzetat, die dann von den unteren Einkommensschichten brav gestopft werden müssen (weil die sich nicht wehren können). Die Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) würde damit endgültig Schluss machen &endash; und das bei einem Minimum an Bürokratie! Gerechter, exakter und einfacher kann Steuerpolitik nicht sein: Man vergleiche den unsinnigen Verwaltungsaufwand des heutigen Steuersystems und die beschämende Tatsache, dass immer weniger Leute in der Lage sind, ohne fremde Hilfe eine 100%ig korrekte Steuererklärung abzugeben.

Mit der ZfÖ wird die Steuererklärung zum Kinderspiel: Wer heute schon in der Lage ist, einen normalen Lottoschein ohne fremde Hilfe, also ganz auf sich alleingestellt, auszufüllen, der wird künftig auch keine Probleme mehr mit seiner Lohnsteuererklärung haben, denn selbst Legastheniker werden doch wohl in der Lage sein, ihren Stundenlohn in die dafür vorhandene Spalte einzutragen und das Ganze mit der eigenhändigen Unterschrift abzusegnen. Da Überstunden und kleinere Nebenverdienste grundsätzlich nicht angegeben werden müssen, reduziert sich das Interesse der Finanzbeamten im Normalfall (!) auf diesen einen Punkt. Für Steuerberater brechen also schwere Zeiten an, müssen sie sich doch künftig um die stark zusammengeschrumpfte Zahl jener Steuerzahler balgen, die auf Grund außergewöhnlicher Belastungen oder größerer Nebeneinkommen (z.B. Erbschaften, Erfindungen, Honorare) der Handreichung durch den Fachmann immer noch bedürfen.

Wie stellt sich der Schwede nun die Besteuerung der Unternehmer vor? Karl Gustafson war selbst ein Unternehmer, und das in Schweden! Er war viele Jahre Lieferant der schwedischen Verkehrspolizei, die sich ihre Motorradhelme von ihm mit ausgezeichneten Funksprechanlagen ausrüsten ließ, bis er schließlich von einem Konkurrenten ausgebootet wurde, der im Gegensatz zu ihm ganz souverän auf der Schmiergeldgeige fiedeln konnte. Er hat also an vorderster Steuer-Front gestanden und konnte wohl auch nur so zu Einsichten und Erkenntnissen gelangen, die einem pensionsberechtigten Beamten so schnell nicht eingefallen wären. Bei der Unternehmerbesteuerung überrascht Gustafson erneut mit einer brillanten Idee, auf die eben nur ein genervter Unternehmer kommen konnte (war nicht auch Silvio Gesell ein Unternehmer?!). Gustafson modifiziert seine Methode dahingehend, dass alle Unternehmer einen beliebig (!) großen Teil ihres Gewinns als persönlichen Unternehmerlohn abzweigen dürfen! Der helle Wahnsinn, oder ein weiteres Ei des Columbus? Urteilen Sie selbst:

Zur Ermittlung des Unternehmer-Stunden(!)lohns sind die privat abgezweigten Teile des Gewinns dann nur noch durch die Zahl der amtlich festgestellten Jahresarbeitsstunden (ohne Überstunden wohlgemerkt!) zu teilen, um auf den Unterneh-mer-Stundenlohn zu kommen. Mit der amtlich bereits festgesetzten und natürlich auch für Unternehmer geltenden Steuerstunde (in unserem Beispiel = 3,19) multipliziert, ist die pro Tag zu zahlende Unternehmerlohnsteuer (Zeitsteuer) leicht zu ermitteln und problemlos auf die monatliche Steuerlast hochzurechnen. Na schön, aber diese Beliebigkeit beim Abzweigen seines Privateinkommens, öffnet die dem Missbrauch nicht Tür und Tor? Keineswegs! Denn den restlichen Teil des Gewinns hat der Unternehmer auf einem gläsernen Investitionskonto zu parken! Das Finanzamt hat also jederzeit Einblick, nur eben kein Mitspracherecht! Dort steht der restliche Gewinn dem Unternehmer nicht nur bis zum Jahresende, sondern bis zum Ende des folgenden Jahres steuerfrei zur Verfügung, falls dieses Geld &endash; und jetzt kommt der Knackpunkt - für Reparaturen, Modernisierungen, Produktentwicklungen und Forschungen, kurz zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen herangezogen wird. Zahlt sich der Unternehmer „versehentlich“ einen zu hohen Unternehmerlohn und stellt er im Laufe des Jahres fest, dass es für das Unternehmen eigentlich vorteilhafter gewesen wäre, einen Teil dieses an sich selbst bereits ausgezahlten Unternehmerlohnes doch besser in den Betrieb zu investieren, lässt das Finanzamt eine entsprechende Umschichtung problemlos zu und vergütet dann selbstverständlich auch die bereits (zuviel) gezahlten Zeitsteuern! Umgekehrt wird ihm natürlich auch gestattet, Teile aus dem gläsernen Investitionskonto auch noch nachträglich &endash; also erst im Laufe des Jahres &endash; dem privaten Unternehmerlohn zuzuschlagen; und er hat dann selbstverständlich auch die entsprechenden Steuern nachzuzahlen. Die besonders in Unternehmerkreisen übliche Selbstausplünderung durch Wochenendarbeit und 16-Stundentage, die der Gesundheit, dem Betriebsklima und dem Familienleben so abträglich sind, kann dann aus eigener Kraft überwunden werden. Der Unternehmer kann es sich in der ZfÖ nämlich leisten, die Arbeit auf mehrere (gut bezahlte!) Schultern zu verteilen. Dieser vom Steuersystem ausgehende Zugewinn an Lebensqualität wird sich erfahrungsgemäß und voraussichtlich auf die Kreativität des Unternehmers und die seiner Mitarbeiter/innen sehr positiv auswirken.

Welche Folgen hätte das für die Wirtschaft? Die Selbst-finanzierungsmöglichkeit der kleineren und mittleren Unter-nehmen (die heute immerhin 80 % aller Arbeitsplätze zur Verfügung stellen) stiege beträchtlich; entsprechende Kredite müssten also nicht mehr oder jedenfalls in viel geringerem Maße in Anspruch genommen werden. Unternehmer, „die bei der Bank zur Miete wohnen“, also jahrelang praktisch nur noch für die Kapitalbedienung (=Zinsen!) arbeiten und produzieren, werden die Vorteile dieser Variante der Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) auf Anhieb erkennen. Auch eine deutlich größere Zahl junger Leute könnte den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Diese Jungunternehmer/innen würden dann nicht nur den Arbeitsmarkt entlasten (und als ehemalige Arbeitslose obendrein auch noch die Arbeitslosenversicherung), sondern mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze zu einer dauerhaften Trendwende auf dem Arbeitsmarkt beitragen. Einem Zuviel an Arbeitslosen steht heute nämlich ein (in linken und grünen Kreisen traditionell verschwiegenes) Zuwenig an Arbeitgebern gegenüber! Genau hier setzt die ZfÖ den Hebel an.

Fassen wir zusammen: Die ZfÖ ist ein Reformkonzept von bestechender Eleganz, das sich dem 24stündigen Takt der Erdumdrehung als unbestechliche Naturkonstante bedient. In der Schachliteratur werden die Großmeister mit einem „Schönheitspreis“ geehrt, wenn ihnen einzigartige Schachzüge gelingen, die Fachjournalisten zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Hat der schwedische Sozialreformer Karl Gustafson möglicherweise auch so einen Schönheitspreis verdient? Hat er eine bisher unbekannte Furt im Fluss der Möglichkeiten entdeckt und dazu die passenden Trittsteine gleich mitgeliefert? Ich bin überzeugt davon. So lange dieser Streiter für soziale, finanzielle und fiskalische Gerechtigkeit nicht widerlegt werden kann, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als seine wirklich bahnbrechenden Erkenntnisse in Wort und Schrift zu verbreiten.

In der Zeitschrift DER 3. WEG (die 2001 in HUMAN-WIRTSCHAFT umbenannt wurde) habe ich die Arbeitnehmer-variante der ZfÖ im Oktober 1997 und die Unternehmer-variante im März 1998 vorgestellt. Die Resonanz auf diese beiden (hier jetzt zusammengefassten und modifizierten) Artikel war jedoch so dürftig, dass ich sie nur am Rande erwähnen möchte. Die abwegigste, um nicht zu sagen dümmlichste Einwendung gegen die Zeitfaktor-Ökonomie kam in Deutschland übrigens vom Vorsitzenden eines christlich angehauchten NWO-Vereins; einem Professor, der mir anlässlich eines Geldseminars der Stiftung für Demokratie und Ökologie (an dem wir beide einen Vortrag hielten) zu diesem Thema abwürgend sagte: Die Zeit ist ein Gottesgeschenk. Der Mensch darf sie nicht besteuern! So einfach ist es, den Kopf in den Sand, den eigenen Blickwinkel schmal, das eifersüchtig bewachte Territorium „rein“ und auch eine klerikal getrübte Brille noch für klar zu halten.

Andere Kritiker glaubten mich darauf hinweisen zu müssen, dass bei Einführung einer für alle geltenden Steuerstunde die Lohnsteuer prozentual doch für alle gleich sei! Da habe man nun jahrzehntelang dafür gekämpft, dass die kleinen Ein-kommen prozentual weniger belastet würden als die großen, und da käme nun dieser Schwede daher und würde das Rad der Geschichte wieder zurückdrehen. Diese Kritiker übersehen oder ignorieren, dass die großen Einkommen heute doch nur pro forma prozentual höher belastet werden als die kleinen; in Wirklichkeit aber &endash; wie oben bereits geschildert - mit Hilfe tüchtiger Fluchtgeldberater problemlos von beispielsweise 45 % in Richtung 0 % heruntergefahren werden können, während bei Beziehern kleiner und mittlerer Einkommen die Forderung des Finanzamtes grundsätzlich und unentrinnbar zu 100% durchgedrückt wird. Teile der deutschen NWO-Bewegung haben offenbar nicht ertragen können, dass die zweifellos vorhandenen Reformdefizite in der Steuergerechtigkeitsfrage durch das überraschende Auftauchen der ZfÖ erst so richtig zum Vorschein gekommen sind.

Das schon lange erwartete Buch von Karl Gustafson ist nun endlich (2006) unter dem erklärungsbedürftigen Titel „Deus EX Machina“ erschienen. Offengesagt, mir hätte der zunächst vorgesehene Titel „Alexanderhugget“ (Der Alexanderhieb) besser gefallen, aber war nicht auch mir 1995 geraten worden, vorsichtshalber auf den Namen Silvio Gesell zu verzichten? Das damals von mir zu Recht ignorierte Argument hieß: „Silvio Gesell, den kennt doch keiner; also wird auch keiner wissen wollen, wer Angst vor ihm hat.“

 

Zusammenfassung des 14. Kapitels

a) „Das Ei des Columbus" müsste eigentlich „das Ei des Brunelleschi" heißen. Columbus wusste jedoch den Umstand zu nutzen, dass die Kenntnis von der originellen „Eierprobe" des berühmten Architekten am spanischen Königshof noch nicht angekommen war.

 

b) Der schwedische Sozialreformer und Steuerexperte Karl Gustafson hatte als Erster die geniale Idee, die Erdumdrehung in den Dienst der Steuergerechtigkeit zu stellen. Darauf muss auch erst mal einer kommen!

 

c) Die Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) nutzt „ganz einfach" den unbestechlichen 24-Stundentakt der Erdrotation. Dagegen sind auch ausgefuchste Steuerhinterzieher machtlos, es sei denn, es gelänge ihnen, die Rotationsgeschwindigkeit der Erde ganz nach Bedarf und Belieben entweder zu beschleunigen oder zu verlangsamen.

 

d) Die ZfÖ trägt dem Umstand Rechnung, dass alle Menschen nur ein Leben haben. Dass die Menschen unterschiedlich hohe Einkommen beziehen, wird vom Urheber der ZfÖ

akzeptiert, nicht aber die Ungerechtigkeit, dass die Menschen kleiner und mittlerer Einkommen einen wesentlich größeren Abschnitt ihrer Arbeitszeit der Steuer zu opfern haben als die Bezieher großer Einkommen. Das war bisher völlig übersehen worden.

 

e) Indem also alle eine gleichlange Zeit ihrer täglichen Arbeitszeit der Steuer opfern, fließen dem Staat Milliardenbeträge zu, die bisher legal oder illegal zurückgehalten werden konnten. Damit ist es dann vorbei.

 

f) Steuern, die nicht länger hinterzogen werden können, führen entweder zu einer spürbaren Steuerentlastung für alle am Wirtschaftsleben Beteiligten, oder der Staat verwendet sie zunächst zum Abbau seiner Schulden. Mehr noch: Der Staat muss dann auch keine neuen Schulden mehr aufnehmen und gewinnt (schon im Vorfeld der NWO-Einführung!) einen Teil seiner längst verlorengegangenen Handlungsfähigkeit zurück.

 

g) Die ZfÖ fördert das Unternehmertum und kurbelt auch dadurch die Wirtschaft an. Die heutige Situation des „Zuviel an Arbeitslosen" und des „Zuwenig an Arbeitgebern" wird durch die ZfÖ buchstäblich auf den Kopf gestellt.

 

Die Natürliche Wirtschaftsordnung (NWO) und die Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) werden sich voraussichtlich in idealer Weise ergänzen, zumal die NWO-Bewegung beim Thema Steuergerechtigkeit bisher noch nicht überzeugen konnte, während der ZfÖ die Gesell'sche Umlaufsicherung des Geldes fehlte.

 


 

Zusammenfassung des 15. Kapitel .

 

a) Eine Kettenreaktion lässt sich auch mit einfachen Mitteln auslösen (Telefonanruf). Darum sei uns keine Erfolgsaussicht zu klein. Das allmähliche Wachsen der Bedeutung einer uns zunächst noch gering erscheinenden Maßnahme, ist der Lohn für den ersten Schritt, und auf den kommt es bekanntlich an.

 

b) In den Kolonien Neu Englands herrschte im Vergleich zum Mutterland England ein unvergleichlicher Wohlstand, weil sich die Kolonialverwaltung ihr eigenes Geld druckte und diese „Colonial Scrip" der ganzen Bevölkerung zinslos zur Verfügung stellte.

 

c) Mit dem Verbot des Colonial Scrip zwang das von Bankiers schlecht beratene englische Parlament den Amerikanern das englische Münzsystem auf. Um hohe Zinsen erpressen zu können, wurden die Gold- und Silbermünzen von vornherein in viel zu geringer Stückzahl (- 50%) auf den Markt gebracht. Innerhalb nur eines Jahres verwandelte sich der Wohlstand in Hunger, Elend, Aufruhr und Krieg.

 

d) Darum sollten Geschichtslehrer, Historiker und Lexikonverlage nicht länger die vom Bankensystem lancierte Behauptung verbreiten, der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg sei die Folge einer empörenden Teesteuer gewesen. Diese brachte lediglich das Fass der vom Zins geknebelten und geplünderten Bevölkerung endgültig zum Überlaufen.

 

e) Mit der Einführung eines projektgebundenen Inselgeldes, das sich die Verwaltung der Insel Guernsey sozusagen selbst (und selbstverständlich zinslos) zur Verfügung stellte, entstand aus bitterster Not durch Vollbeschäftigung ein nie zuvor gekannter Wohlstand.

 

f) Das Mirakel von Guernsey wurde durch zwei Londoner Banken beendet, die - wie 50 Jahre zuvor in Neu England - die nichts Böses ahnende Bevölkerung von Guernsey innerhalb weniger Jahre vom allgemeinen Wohlstand zurück in die Zinsknechtschaft führten.

 

Das Mirakel von Guernsey ist erst vor einigen Jahren wiederentdeckt worden. Es kommt daher in den Lehrplänen professoraler Wirtschaftswissenschaftler noch nicht vor. Selbst in der NWO-Bewegung ist dieses sensationelle Freigeldexperiment bisher unbekannt gewesen. Ich selbst verdanke diese Informationen der Freiwirtin Asa Brandberg aus Stockholm, die ihrerseits auf dänische und englische Quellen zurückgreifen konnte.

 

 


Zusammenfassung des 16. Kapitel .

 

a) Der erfolgversprechendste Weg zum Ziel ist „krumm",

d. h. er führt uns zunächst zur Ausgangslage zurück, wendet und entwickelt sich dann vom schnurgeraden Graben zum mäandrierenden Bach! Die Arbeit an der NWO ist also eine „Augenweide" und damit auch Ausdruck der Lebenskunst.

 

b) Die Zeit ist das wertvollste Rohmaterial des Menschen. Sorgen wir also dafür, dass wir künftig für die NWO auch die entsprechende Zeit aufbringen können.

 

c) „Lebenskunst ist Pflicht" (J. Hirt). Erfolge werden verursacht, Misserfolge natürlich auch.

 

d) Unverbindliche Worthülsen wie z.B. „man sollte und man müsste" sind durch ein verbindliches „ich werde" zu ersetzen.

 

e) Marxisten haben erkannt, dass die Gesell'sche Kapitalismuskritik der von Marx weit überlegen ist. Da sie dennoch am Marxismus festhalten wollen, wird die Freiwirtschaft mit stalinistischen Methoden (Kontaktkettenmethode) bekämpft, vor allem im Internet.

 

f) Linksradikale „Antifaschisten" konstruieren mit Hilfe der Kontaktkettenmethode eine angebliche Vorreiterrolle Silvio Gesells für den Antisemitismus in Deutschland. In Wahrheit war es genau umgekehrt: Gesell war der erste Ökonom der die Juden ausdrücklich in Schutz nahm.

 

g) Die ungenutzten Möglichkeiten der Freiwirtschaft sind mit Arbeit verbunden. Daher geht von den brachliegenden Möglichkeiten traditionell eine abschreckende Wirkung aus.

 

h) Das noch ganz junge Autorenrecht, unter gewissen Umständen von einem Teil der eigenen Leserschaft verschont zu bleiben, trennt (so hoffte ich in der 4. Auflage dieses Buches) die Spreu vom Weizen. Diese gewagte Annahme hat sich als zureffend und überaus fruchtbar erwiesen!

 

i) Bei den Apfel-Brief-Aktionen muss allerdings vor zu hohen Erwartungen gewarnt werden, denn in den Griesbrei des Lebens wurden nur wenige Rosinen gerührt. Aber die reichen allemal, wie uns damals ja auch ein Gorbatschow gereicht hat; es mussten also nicht erst hundert Gorbatschows vom Himmel fallen!

 

j) Mit reichlich Kacke am Bein wird das bisschen Dreck am Stecken als gar nicht mehr so störend empfunden.

 

k) Spitzenpolitiker der großen Parteien lassen ihren Sprüchen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit nicht nur keine Taten folgen, sie verschweigen ihren Wählern auch den von Gesell gefundenen Weg zur Vollbeschäftigung.

 

l) „Querverbindungsbriefe" retten die Apfel-Briefe vor dem Abtauchen im Papierkorb. Dem wirkungsvollen Einsatz dieser Briefart sind kaum Grenzen gesetzt.

 

 

m) Am 1. Juni 2001 wurde Silvio Gesell posthum für den Nobelpreis vorgeschlagen. Die Vorschlagsbegründung konnte über das Internet in acht Sprachen verbreitet werden. Im Rahmen der speziellen Apfel-Brief-Aktion „Nobelpreis für Silvio Gesell" wurden in Deutschland zusätzlich 1200 Presse-, Rundfunk- und Fernsehredaktionen sowie 25 weltweit operierende Presseagenturen informiert.

 

 

n) Die Redaktionen der kapitalgelenkten Medien und Presseorgane sind angehalten, die NWO und damit zusammenhängende Aktionen zu verschweigen oder ins Lächerliche zu ziehen. Im Hinblick auf die ca. 20 Millionen Arbeitslosen allein in Europa sollte das nicht länger hingenommen werden. Ein bewährtes Gegenmittel sind Abo-Kündigungen von Zeitungen und Zeitschriften. Diese werden zunächst nur angekündigt und dann so spektakulär wie möglich vollzogen (siehe Offener Brief an SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein im folgenden Kapitel).

 


 

Zusammenfassung des 17. Kapitel .

 

a) Auch erfolgreiche Geldreformen scheitern, sobald die Menschen aufhören, das Erreichte zu schätzen und zu schützen, wie z.B. in Guernsey.

 

b) Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA, erkannte bereits die Notwendigkeit, den Privatbanken das Recht auf die Geldschöpfung zu entziehen.

 

c) Doch erst Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA, finanzierte den Amerikanischen Bürgerkrieg mit „greenbacks", die er an den Banken vorbei drucken ließ und zinslos in Umlauf brachte. Seine Gegner ließen Lincoln ermorden und brachten damit die von ihm auf den Weg gebrachte Geldreform zu Fall.

 

d) John F. Kennedy, 35. Präsident der USA, ließ sich - trotz der Warnungen seines Vaters Joseph Kennedy - nicht davon abbringen, das Recht auf Geldschöpfung in die Zuständigkeit des Staates zurückzuholen. Ein Attentat beendete auch diese - bereits eingeleitete - Geldreform.

 

e) Seit dieser Zeit (1963) hat es kein amerikanischer

Präsident mehr gewagt, das herrschende Geld durch ein dienendes Geld zu ersetzen. Eine Medienmafia sorgt seit dem dafür, dass jede Erinnerung an den Geldreformversuch Präsident Kennedys schon im Keim erstickt wird.

 

f) Extrem unwahrscheinliche Gemeinsamkeiten und symbolträchtige Begleitumstände der Morde an den beiden amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln und John F. Kennedy geben eine kleine Vorstellung von der Macht des Geldes.

 

Rudolf Augstein, Herausgeber des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL, hat sich Zeit seines Lebens nicht zu der Frage geäußert, welche Mächte ihn dazu zwangen, z.B. die Bilderberg-Konferenzen der SPIEGEL-Leserschaft gehorsamst zu verschweigen.

 


 

Das Loch in der Mauer

Eine Schlussbetrachtung

Die Illusion des „unmöglichen" Dreiecks ist das Resultat einer optischen Täuschung. Das verblüffende Sichterlebnis kann allerdings nur innerhalb eines äußerst schmalen Winkels geboten werden. Weil die Besucher des Museums für optische Täuschung in Dinkelsbühl diesen extrem schmalen Beobachtungswinkel aber selbst gar nicht finden würden, hat die Museumsleitung etwas nachgeholfen und ein kleines Loch durch eine Mauer bohren lassen. Und tatsächlich: Beim Blick durch das genau platzierte Loch verwandelt sich die Eisenkonstruktion auf dem Rasen des Museums in ein magisches Dreieck. Ich habe es selbst ausprobiert und fotografiert: Die Illusion ist nicht nur in Wirklichkeit, sondern auch auf dem Foto absolut perfekt!

Aber: nur ein winziger Schritt zur Seite - und schon ist der ganze Spuk vorbei; siehe Foto!

 
Zur Lösung auf das Bild klicken

Die Gegenüberstellung dieser beiden Fotos (erst natürlich nur das verblüffende, dann überraschend das entlarvende) lässt in meinem Dia-Vortrag über Silvio Gesell ein hörbares Raunen durch den Saal gehen (Aha-Effekt) und löst so ganz nebenbei auch noch das Problem, vor der Gefahr zu warnen, von Politik und Medien in ähnlicher Weise oder sogar noch etwas raffinierter getäuscht zu werden. Die meisten Besucher/innen sind allerdings der Meinung, über genügend Erfahrung und Intelligenz zu verfügen, um „auf so etwas" doch nicht hereinzufallen. Sie übersehen dabei aber, dass es im wirklichen Leben viel heimtückischer zugeht und das in der Regel auch ohne Vorwarnung! Oder warnt etwa DER SPIEGEL seine Leserschaft vor dem drohenden Verschweigen einer bevorstehenden Bilderberg-Konferenz?!

Während in Dinkelsbühl nur das kleine Guckloch mit seinem Blickwinkel von etwa einem Grad die perfekte Illusion eines magischen Dreiecks zu bieten vermag, zeigen uns die restlichen 359 Grad im Garten des Museums nur eine ganz unverdächtige Eisenkonstruktion. Die gelenkten Medien drehen den „Spieß von Dinkelsbühl" dagegen einfach um: Sie machen es also genau umgekehrt und stellen die Situation sozusagen auf den Kopf! So wird uns beispielsweise in einem 359-Grad-Panorama die Illusion suggeriert, es sei nicht nur wünschenswert und zulässig, sondern auch möglich (!) und vor allem notwendig, die Wirtschaft unaufhörlich wachsen zu lassen. Weil aber die mit dem exponentiellen Wachstum verbundenen verheerenden Folgen durch ein kleines Loch in der Mauer des Totschweigens immer noch anvisiert und als tödliche Gefahr erkannt werden können, wurde das Loch mit freundlicher Unterstützung der Wirtschaftswissenschaft ganz unauffällig mit einem zähen Lügenkleister zugeschmiert. In diesem Panorama der Wachstumsillusionen darf es natürlich keine Studenten geben, die ihren Professor vielleicht doch einmal fragen könnten, seit wann denn ein Kreis nur noch aus 359 Grad bestehe und wo denn eigentlich der fehlende 1-Grad-Sektor abgeblieben sei! Da wir kaum damit rechnen können, dass unsere Studenten (die schon bald in Führungspositionen des Staates aufrücken werden!) noch rechtzeitig dieser „graduellen Unterschlagung" eines Winkels auf die Schliche kommen, habe ich mit dem vorliegenden Buch etwas nachgeholfen und das mit Lügen zugeschmierte Loch wieder freigelegt. Durchschauen muss natürlich jeder selbst, das kann ich stellvertretend für andere nicht auch noch übernehmen. Ob nun aber alle, die es bitter nötig hätten, einen Blick durch dieses Loch zu riskieren, das auch tun werden - freiwillig versteht sich, oder ob sie von uns am Kragen zu packen sind und mit Gewalt vor das Loch gezerrt werden sollten, das ist die Frage. Und was ist die Antwort? Die gebe sich am besten jeder selbst und leite sie vorschlagsweise ein mit den alles entscheidenden Worten: „Ich werde..........!"